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Klaus Rainer, Sprecher der Initiative „Kraft. Das Murtal“.Foto: KK
hochgeladen von Wolfgang Pfister
MURTAL

Jetzt heißt es dranbleiben!

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Die aktuell wieder diskutierte Fusion von Leoben, Bruck und Kapfenberg lässt auch eine Gemeindezusammenlegung zu einer „Aichfeldstadt“ wieder aufleben.

Es ist in letzter Zeit still um das Thema Aichfeldstadt geworden. Zu still. Eine Umsetzung dieser Perspektive wäre gerade nach Corona eine echte Zukunftschance. Abgesehen von vielen leeren Ankündigungen, steuergeldfressenden Projekten und zum Teil wirklich abstrusen Ideen ist bisher aber nicht viel weitergegangen. Die Folge ist eine seit Jahrzehnten anhaltende Landflucht in die Ballungszentren. Es fehlen attraktive Jobs, weshalb auch unsere Jugend zwangsweise in Richtung größerer Wirtschaftsräume abhauen muss. Oft leider auf Nimmerwiedersehen. An vielen Wochenenden und Feiertagen (nicht nur in Coronazeiten) präsentieren sich unsere Städte und Orte wie ausgestorben. Aber Betriebsansiedelungen auf ausgewiesenem Industriegebiet und die Schaffung von wertvollen Produktionsarbeitsplätzen, wie sie die Firma Minex allen Widerständen zum Trotz anstrebt, haben wir hier ja offenbar nicht nötig. Am besten wäre es, wir vermeiden sicherheitshalber alles, was unsere heilige Ruhe stören könnte. Unterdessen erfreut sich der Großraum Graz eines Zulaufs, der die dortigen Kapazitäten an allen Ecken und Enden sprengt. Die Realisierung einer „Aichfeldstadt“ oder wie immer diese heißen soll, wäre eine große Chance, um die Flucht aus dem Murtal in die Großstädte des Landes zu stoppen.

Viele Diskussionen

Jahrelang wird nun schon öffentlich über eine Fusion der Aichfeld-Gemeinden diskutiert. Von der Stadtwerke Judenburg AG unter Vorstandschef Manfred Wehr wurde dazu sogar eine Demografiestudie erstellt und auch die Wirtschaftsinitiative „Kraft. Das Murtal“ machte als Impulsgeber immer gehörig Dampf auf dem Zug in Richtung „Aichfeldstadt“. An der Spitze der Proponenten waren von Beginn an auch Kraft-Sprecher Klaus Rainer, der Murtaler WK-Obmann Norbert Steinwidder und der seinerzeitige NRAbg. Fritz Grillitsch zu finden.Und die Bürgermeister der Aichfeld-Gemeinden? „Wir wollen gemeinsam in die Zukunft gehen“, sagte Bürgermeister Hannes Dolleschall, als sich sechs rote Gemeinden (Fohnsdorf, Judenburg, Knittelfeld, Pöls, Spielberg und Zeltweg) zu den „Big Six“ zusammengeschlossen haben, um den Kooperationsprozess Aichfeld voranzutreiben. Der seinerzeitige Knittelfelder Stadtchef Siegfried Schafarik, der im Mai 2019 bei einem Verkehrsunfall leider tödlich verunglückte, fand bei der Präsentation ehrliche Worte: „Am schönsten wäre natürlich die Aichfeldstadt gewesen, das spielt es zurzeit aber noch nicht“, sagte er im Frühjahr 2015. „Deshalb gehen wir den Weg der Kooperation. Das ist ein Projekt für den gesamten Bezirk Murtal“, betonte Bgm. Dolleschall damals.

Optimale Voraussetzungen

Im Prinzip sind im Bezirk Murtal optimale geografische Voraussetzungen für ein solches Ansinnen gegeben. Die Verantwortungsträger aller politischen Parteien müssen das endlich erkennen. Die daraus resultierenden Vorteile für eine positive Entwicklung der Region (mehr Finanzmittel aus dem Finanzausgleichstopf und vieles mehr) sind keine Peanuts. Es heißt also unbedingt dranbleiben!

Diesen Bericht finden sie auch im Wirtschaftsteil der Print-Ausgabe Ihrer Murtaler Zeitung.

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Autor:
Wolfgang Pfister aus Murtal

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Maria Jelenko-Benedikt