Erster bemannter SpaceX-Flug verschoben

Unvorteilhafte Wetterbedingungen haben den ersten bemannten Start einer SpaceX-Rakete vereitelt. Technisch wäre alles bereit gewesen.

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Es ist sich knapp nicht ausgegangen: Der für Mittwochabend geplante erste kommerzielle bemannte Flug in eine Erdumlaufbahn musste wegen Schlechtwetters verschoben werden. Der nächste Versuch ist für Samstag geplant.

Der Countdown für den ersten kommerziellen Raketenstart für Astronauten musste gut 16 Minuten vor dem Start abgebrochen werden. Bereits zuvor hatte SpaceX' Bodenstation die Astronauten an Bord der Raumkapsel über Blitze in der beobachteten Region unterrichtet. Am Ende waren laut SpaceX gleich drei Wetterkriterien nicht erfüllt.

Für die Startfreigabe muss nicht nur das Wetter am Startort berücksichtigt werden, sondern auch die Bedingungen entlang eines Teils der Flugroute sowie in dem Gebiet, in dem die Raumkapsel im Falle eines Sicherheitsproblems notwassern müsste. Schließlich gälte es, die Astronauten schnell zu erreichen und zu bergen.

Erst zirka zehn Minuten nach dem geplanten Starttermin 16:33 Uhr Ortszeit wären alle Wetterparameter für einen sicheren Start ausreichend gewesen. Das ging aus der live übertragenen Kommunikation zwischen den Astronauten und SpaceX' Bodenstation hervor. Aufgrund gegebener Bahndynamik kann der Start aber nicht einfach etwas später erfolgen. Die nächste Möglichkeit besteht am Samstag, 30. Mai, um 15:22 UhrOrtszeit. Als zweiter Ersatztermin ist der Sonntag, 31. Mai, vorgesehen.

[Update 23:08 Uhr]

Trump sagt Rede ab

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Flugzeug Air Force One überfliegt die auf der Startplattform stehende Falcon-9-Rakete(Bild: Screenshot/NASA)

US-Präsident Donald Trump war etwa 100 Minuten vor dem geplanten Start mit seinem Flugzeug Air Force One am Kap Canaveral gelandet. Nach dem Start hätte er vor Ort eine Rede halten sollen. Davon nimmt er nun Abstand und kehrt ohne öffentlichen Auftritt nach Washington, DC, zurück. Ob er beim nächsten Startversuch wiederkommen wird, bleibt abzuwarten.

Damit bleibt Bill Clinton vorerst der letzte US-Präsident, der einem bemannten Start am Kap Canaveral beigewohnt hat. Präsident Barack Obama war zwar am 29. April 2011 zum vorletzten Space-Shuttle-Start angereist, doch auch der musste verschoben werden. [/Update]

[Update 28. 5., 00:36 Uhr]

"Zu viel Elektrizität"

NASA-Chef Jim Bridenstine bedauerte nach der Verschiebung, dass "zu viel Elektrizität in der Atmosphäre war". Ein Raketenstart hätte einen Blitzschlag provozieren können. Zudem lobte er die beteiligten Mitarbeiter, deren Leistungen ihn mit Stolz erfüllten. "(Die Teams der NASA und SpaceX') haben zusammengearbeitet und am Ende die richtige Entscheidung getroffen." Das zeige auch, dass es keinen Druck gebe, bei der Sicherheit Kompromisse einzugehen, um starten zu können. [/Update] (ds)