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Google Messages: Der Android-Messenger soll sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS ermöglichen

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Schon seit längerer Zeit ist Google Messages der Messenger der Wahl und soll endlich wieder Schwung in Googles Messenger-Ambitionen bringt, bisher allerdings mit überschaubarem Erfolg. Nun gibt es recht eindeutige Hinweise darauf, dass die über RCS abgewickelte Kommunikation demnächst eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten und damit einen der größten Kritikpunkte beseitigen soll.

In puncto Kommunikation will es bei Google abseits von GMail und den in der G Suite durchgedrückten Lösungen einfach nicht vorangehen, was immer wieder zu Neustarts und neuen Konzepten führt. Damit soll aber laut CEO Sundar Pichai nun endlich Schluss sein und die Konzentration auf die vorhandenen Marken und Produkte gelegt werden. Dass man dabei gerade erst wieder den Nutzern die Möglichkeit gibt bei Google Meet zurückzurudern passt da nur zu gut ins Bild.

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Android Messages bzw. Google Messages ist als SMS-App gestartet und ist längst zu einer flexiblen Lösung ausgebaut worden, die unter anderem die Kommunikation über RCS ermöglicht. Dieses soll die offizielle Nachfolge der SMS antreten und deren größten Vorteil (die ständige universelle Erreichbarkeit) endlich in die nächste Generation bringen – allerdings funktioniert das bis heute nur regional begrenzt.

Bevor sich RCS durchsetzen kann, wird Google nun eine der größten Schwachstellen beheben – nämlich die nicht umfassende Verschlüsselung. Eine interne Dogfood-Version der App enthält eindeutige Hinweise auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die gerade in der heutigen Zeit vielen Nutzern sehr wichtig ist. Weil das bei RCS in der Form aber nicht vorgesehen ist, muss Google dies nachträglich implementieren und dürfte dabei auch auf einige Stolpersteine treffen.

Mit dieser Verschlüsselung soll sichergestellt werden, dass kein Angreifer – egal an welcher Stelle der Kommunikation dieser ansetzt – die Nachrichten mitlesen, Medien abrufen oder in sonstiger Weise in die Konversation eingreifen kann. Damit das möglich ist, müssen beide Geräte vorab die Schlüssel austauschen – und genau an der Stelle scheint es Probleme zu geben.

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Schon in der Dogfood-Version, die nur für interne Testzwecke gedacht ist und nun geleakt wurde, ist die Rede davon, dass beide Gesprächspartner eine ausreichend starke Internetverbindung haben müssen, um Nachrichten auszutauschen. Was ausreichend stark ist und wozu dies die ganze Zeit lang notwendig ist, geht leider nicht hervor. Wäre natürlich witzlos, wenn die Textkommunikation nur „Live“ stattfinden kann.

Sollte eine E2E-Verschlüsselung nicht sichergestellt werden können, lassen sich die Nachrichten per SMS oder MMS versenden, das auch weiterhin als Fallback dienen soll – dann allerdings wieder unverschlüsselt. Und so zeigt sich, dass der Nachfolger schlussendlich wieder auf den extrem überholten Vorgänger aufbauen muss. Meiner Meinung ist dieses Thema, zumindest nach den aktuellen Informationen, für RCS also Segen und Fluch zugleich.

Bis die Verschlüsselung ausgerollt wird, wenn überhaupt, dürften noch einige Monate vergehen.

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[9to5Google]


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