Analyse: Trumps Waffe Twitter wendet sich gegen ihn selbst

Nach über 52.000 Einträgen warnte Twitter erstmals vor "irreführenden" Nachrichten des US-Präsidenten.

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© (c) AFP (MANDEL NGAN)

Wer (Donald) Trump sagt, muss auch Twitter sagen: Seine politische Karriere wäre ohne den Kurznachrichtendienst jedenfalls kaum vorstellbar. Seit März 2009 ist der US-Präsident dort hyperaktiv – er setzte dort gut 52.000 (!) Einträge ab und kann auf das Interesse von über 80 Millionen "Followern" zählen.

Nun aber gibt es heftigste Bruchlinien und Verwerfungen – der Grund: Twitter kennzeichnete erstmals zwei Trump-Tweets als "inhaltlich irreführend" bzw. falsch. In den Einträgen behauptet er – ohne jeglichen Beleg –, Briefwahl sei nichts anderes als eine Einladung zum Wahlbetrug. Direkt unter die beiden Tweets setzte Twitter in recht auffälliger Schriftfarbe die Anmerkung: "Holen Sie sich hier die Fakten über Briefwahlzettel." Davor ein Rufzeichen in einem Kreis – dem bekanntesten Twitter-User der Welt wurde hier gewissermaßen offiziell das blaue Vögelchen gezeigt.