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Wr. Neustadt

Handballerinnen kehren langsam zur Normalität zurück

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Im Nachwuchsbereich wollen Wiener Neustädter Handballer ab Juni wieder mit dem gemeinsamen Training beginnen. Fragen zu Ligabetrieb und finanzieller Hilfe ist noch offen.

Auch diverse Hallen-Ballsportarten dürfen seit Mitte Mai wieder im Mannschaftsverbund trainieren. Allerdings nur unter strengen Auflagen und vor allem nicht in der Halle, sondern ausschließlich unter freien Himmel. Deshalb will der Wiener Neustädter Handball-Nachwuchs mit einem gemeinsamen Training auch noch zuwarten. "Bis Ende Mai werden wir nicht zu einem Training zusammenkommen", hält Obmann Stephen Gibson fest. Ab nächster Woche soll der Betrieb auf der Außenanlage der Sportmittelschule wieder anfangen, natürlich auch hier mit besonderen Hygienemaßnahmen.

WHA-Mannschaft trainiert nicht zusammen

Das gilt aber nur für den Nachwuchs. Die WHA-Mannschaft wird vor dem Start der Saisonvorbereitung nicht mehr zusammentrainieren. "Da sehen wir nicht die Notwendigkeit dafür. Unser Trainer ist derzeit auch in Ungarn", weiß Gibson, dass Coach Norbert Antal erst einmal über die Grenze müsste und sich dann in Österreich in Isolation begeben müsste. Außerdem bleiben von der jetzigen WHA-Mannschaft nicht alle Spielerinnen in der Allzeit Getreuen. Große Neuigkeiten in Sachen Kaderplanung gibt es derzeit aber nicht. Berina Alagic hat verlängert. Von den bereits kommunizierten Abgängen haben Anna Schuster (Ligakonkurrent Atzgersdorf) und Valentina Schartel (Landesligist Bad Vöslau) neue Vereine gefunden.

Optionen für Ligabetrieb werden evaluiert

Fraglich ist derzeit noch, ob und unter welchen Auflagen zum geplanten Zeitpunkt die nächste Saison beginnen kann? "Es gibt beim ÖHB intensive Planungen. Es werden auch verschiedene Szenarien besprochen, etwa was passiert, wenn die Saison wieder unterbrochen werden muss?", ist Gibson als WHA-Präsident an diesem Prozess beteiligt. Von Verbandsseite gibt es für die Vereine auch Trainingsvorschläge. "Diese Trainingspläne sind auch für mehrere Monate ausgerichtet und sollen das Fitnesslevel deutlich erhöhen", legt Gibson den Vereinen dieses Angebot ans Herz.

Gibson fordert endlich finanzielle Hilfe

In seiner Funktion als Ligachef richtet Gibson, wie viele Funktionäre, einen Appell an die Politik. Die versprochene finanzielle Unterstützung ist bei den Vereinen immer noch nicht angekommen. "Es muss endlich was passieren", weiß Gibson, dass die Krise vielen Vereinen zusetzt. "Trainer schreiben weiter Trainingspläne und sollen dafür auch bezahlt werden", sagt Gibson, der seinen eigenen Verein derzeit nicht bedroht sieht, aber auch glaubt, dass die Krise für viele Vereine existenzbedrohend ist.