Donald Trump: Zoff mit Twitter – jetzt droht er sozialen Medien DAMIT
Donald Trump ist richtig sauer. Nachdem Twitter zwei seiner abgesetzten Tweets als „Fake News“ gekennzeichnet hatte, holt der US-Präsident zum Gegenschlag aus.
Am Dienstag twitterte Donald Trump über die Briefwahl im US-Bundesstaat Kalifornien und behauptete, dass dabei einiges nicht mit rechten Dingen zugehen würde. Twitter versah diese Aussagen mit einer entsprechenden „Fake News“-Warnung. Donald Trump drohte dem Kurznachrichtendienst und anderen sozialen Netzwerken daraufhin mit Unfassbarem.
Donald Trump hält nichts von Briefwahlen
Er schrieb auf Twitter: „Briefkästen werden ausgeraubt, Stimmzettel werden gefälscht und sogar illegal ausgedruckt und in betrügerischer Weise unterschrieben. Der Gouverneur von Kalifornien verschickt Stimmzettel an Millionen von Menschen, an jeden, die in diesem Staat leben, egal wer sie sind oder wie sie dorthin gekommen sind, wird einen bekommen. Dies wird eine manipulierte Wahl sein.“
Twitter reagierte prompt darauf und fügte unter diesen Tweet einen Link, mit dem Vermerk „inhaltlich irreführend“, zu einer Seite, in der Trumps Behauptungen als „unbegründet“ abgestempelt wurden.
Das regte den Präsidenten so auf, dass er allen Social Media-Plattformen drohte. Denn Twitter ist bekanntlich Donald Trumps liebstes Spielzeug. Mehrmals täglich attackiert er dort seinen Vorgänger Barack Obama oder aktuellen Rivalen Joe Biden.
So kann er selbst die Öffentlichkeit ansprechen und die Kritik von Journalisten bei Pressekonferenzen einfach umgehen. Doch weil er nun als Lügner dargestellt wird, will er drastische Maßnahmen ergreifen - und soziale Netzwerke dichtmachen.
Donald Trump will soziale Medien dichtmachen
Er schreibt am Mittwoch: „Die Republikaner sind der Meinung, dass Social-Media-Plattformen konservative Stimmen völlig zum Schweigen bringen. Wir werden sie stark regulieren oder schließen, bevor wir dies jemals zulassen können. Genauso wie wir nicht zulassen können, dass groß angelegte Briefwahlen in unserem Land Fuß fassen. Betrug, Fälschung und Diebstahl von Stimmzetteln wäre dann für jeden möglich. Derjenige, der am meisten betrügt, würde gewinnen. Gleiches gilt für die sozialen Medien.“
Obwohl viele Nutzer auf Twitter von Zensur nichts halten, kritisiert die Mehrheit Donald Trump für seine Äußerungen und sagen ebenfalls, dass er lügen würde.
Das ist Donald Trump:
- Geboren am 14. Juni 1946 in New York City in den USA
- Wurde in 2017 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten
- 1971 bis 2017 war er der CEO des Konzerns Trump Organization
- Vor allem in der Immobilienbranche machte Trump ein Milliardenvermögen
- Er ist der erste US-Präsident ohne vorheriges politisches Amt oder militärischen Rang
Hier einige Kommentare:
- Sie können die sozialen Medien boykottieren, aber Sie können sie nicht schließen. Es sind nicht Ihre persönlichen Unternehmen, Sie haben nicht diese Macht.
- Wenn Donald Trump nicht will, dass Twitter seine Tweets tatsächlich überprüft, sollte er seine Plattform nicht weiter dazu benutzen, zu lügen und Verschwörungstheorien zu verbreiten.
- Die größte Katastrophe in der amerikanischen Geschichte.
- Er ist wirklich wahnsinnig.
- Sie zum Schweigen bringen? Soziale Medien waren schon eine Plattform für Ihre durch Hass geschürten Fantasien und Ihre Demenz, lange bevor Sie anfingen, im Weißen Haus zu hocken. Sie können nichts tun, um sie zu schließen.
Vor Zwei Wochen hatte Twitter seine Regeln bezüglich „Fake News“ verschärft. Die Notiz unter dem Tweet von Donald Trump gehört zu diesem Konzept.
Ob Donald Trump die sozialen Medien als Präsident der USA wirklich dichtmachen kann ist allerdings mehr als fraglich. Schließlich bedarf es dafür einer juristischen Grundlage, nicht bloß verletzter Eitelkeit. (ldi)