Budget – Hammerschmid: SPÖ-Antrag für Bildungsmilliarde

„In die Sektindustrie fließt mehr Corona-Förderung als in die Bildungschancen der Kinder"

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Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid bekräftigt heute in der Budgetdebatte zum Kapitel Bildung die Forderung der SPÖ nach einer zusätzlichen Bildungsmilliarde, aus der ein Corona-Schulpaket finanziert werden soll. Dazu hat Hammerschmid auch einen Antrag der SPÖ eingebracht, der u.a. zusätzliche 100 SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen, kostenlose Tablets oder Laptops für alle SchülerInnen, Ausbau der schulischen Ferienbetreuung und Plan für attraktive Summer Schools sowie gratis Nachhilfe-Stunden und Förderunterricht in den Schulen fordert. Außerdem soll ein nationaler Bildungskonvent für eine umfassende Reform des Bildungssystems eingerichtet werden. ****

Kritik übt Hammerschmid an der Prioritätensetzung der Regierung – und hatte zur Veranschaulichung eine Flasche Sekt mit: „In diese Flasche Sekt fließt mehr Corona-Förderung als in Maßnahmen für unsere Schul- und Kindergartenkinder. Circa 25 Millionen Euro lässt sich die Regierung die Abschaffung der Schaumweinsteuer kosten – jede Flasche Sekt wird mit circa 1 Euro gefördert. Und die Kinder? Fördermaßnahmen, die den Schülerinnen und Schülern dabei helfen sollen, nicht zurückzufallen und nach der schwierigen Zeit des Home Schooling wieder aufzuholen, sind nicht budgetiert worden. Die einzelne Flasche Sekt wird mit 1,10 Euro gefördert, der Lernerfolg jedes Kindes mit 0 Euro“, zeigte Hammerschmid auf.

Sie kritisierte den Bildungsminister, der den Ernst der Lage nicht erkenne: "Wie viele Studien zur aktuellen Situation braucht es eigentlich noch, Herr Minister?" Unter anderem zeigen zwei Studien der Uni Wien klar, dass eine Bildungskrise droht, sollte nicht bald etwas für die Chancengerechtigkeit getan werden. Auch die Ergebnisse von „Bildung in Zahlen“ haben gezeigt, dass die Bildungsvererbung in Österreich weiterhin besteht. „Durch Corona wird diese Situation nur noch verschärft“, so Hammerschmid.

An den Bildungsminister appellierte Hammerschmid, zu handeln. „Das Budget, so wie es vorgelegt wurde, ist zur Bewältigung der Situation unzureichend“, deshalb verlangt die SPÖ eine zusätzliche Bildungsmilliarde. (Schluss) ah/sc

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