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Personen in Quarantäne konnten jederzeit von der Polizei aufgesucht werden. APA/BARBARA GINDL

Personen in Quarantäne: Polizei kontrollierte 47.330 mal

Am öftesten, nämlich 30.139 mal, geschah dies in Tirol. Nur Wien verzichtet auf die Unterstützung der Exekutive und kontrolliert selbst.

Seit Tagen moniert Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), dass nur Wien bei den Quarantänekontrollen auf die Unterstützung der Polizei verzichtet. Am Mittwoch wurden in mehreren Medien die entsprechenden Zahlen veröffentlicht: 47.330 mal wurde in ganz Österreich kontrolliert, am öftesten, nämlich 30.139 mal in Tirol.

Die hohe Zahl ergibt sich, so der Ressortchef gegenüber der "Tiroler Tageszeitung", vor allem dadurch, dass in vielen Fällen an mehreren Tagen eine Kontrolle erfolgt sei. Im Bezirk Kufstein etwa hat die Polizei jeden Tag bei einem großen Teil der Personen, die in Quarantäne waren, zu einer unbestimmten Uhrzeit vorbeigeschaut.

An zweiter Stelle folgt die Steiermark mit 9.872 Kontrollen, vor Kärnten mit 4.518. In Niederösterreich waren es 1.983, im Burgenland 645, in Salzburg 130, in Oberösterreich 34, im Burgenland sieben.

Wie der Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ), Norbert Schnurrer, auf Anfrage sagte, ist in der Bundeshauptstadt die Gruppe für Sofortmaßnahmen der Magistratsdirektion für die Quarantänekontrollen zuständig. Man sei keinesfalls untätig gewesen, sondern nach den gesetzlichen Vorgaben vorgegangen und habe pro Woche 50 bis 100 Überprüfungen durchgeführt. Ende Mai befanden sich in Wien rund 1.500 Personen in Quarantäne.

 

(APA)