https://www.welt.de/img/regionales/hamburg/mobile208427321/4672505877-ci102l-w1024/Helgoland.jpg
Die Hochseeinsel Helgoland kann wieder besucht werden – vor allem Outdoor-Aktivitäten werden angeboten

Quelle: dpa

Auch der berühmte Hochseefelsen darf wieder besucht werden

Deutschlands einzige Hochseeinsel wird wieder von den Fähren angefahren – allerdings gibt es deutliche Einschränkungen. Wer ein Ticket ergattert, dürfte dafür Helgoland in einer besonderen Weise erleben.

Tagestouristen dürfen schon an Pfingsten wieder nach Helgoland, Deutschlands einziger Hochseeinsel. Bedingung sei die strikte Einhaltung der Hygieneregeln bereits auf den Fähren, sagte Tourismusdirektor Lars Johannson am Mittwoch. An Bord sind das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten mehrstündigen Überfahrt und die Einhaltung des Sicherheitsabstandes Pflicht. Nötig ist zudem die Reservierung der Überfahrt, da auf der Insel insgesamt nur 300 Tagestouristen erlaubt sind. Was aber für jene, die ein Ticket ergattern, auch bedeutet: So ruhig und beinahe privat ist die Insel sonst während der Sommermonate nie zu erleben.

Die Fähren ab Büsum und Cuxhaven sowie der Halunder Jet ab Hamburg über Cuxhaven verkehren einmal täglich. Der Start des Fährbetriebes ab Bremerhaven wurde auf den 1. Juli verschoben. Übernachtungsgäste dürfen bereits seit dem 18. Mai wieder auf die Insel.

Wegen der eingeschränkten Sitzplatz-Kapazitäten in den Lokalen wird eine vorherige Tischreservierung empfohlen. Das Veranstaltungsangebot auf dem Roten Felsen wurde der Corona-Krise angepasst. So sind vornehmlich Aktivitäten an der frischen Luft möglich, wie beispielweise eine Überfahrt mit der Dünenfähre, Spaziergänge oder Minigolf. Noch nicht möglich sind organisierte Führungen, der Besuch des Museums Helgoland oder des „mare frisicum“.

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen im Norden ist weiter niedrig. In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 3 auf 3068 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Mittwochfrüh weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gestorbenen um 1 auf 140. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 30 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

In Hamburg gab es fünf gemeldete Neuinfektionen, 33 Personen werden aufgrund einer Erkrankung mit Covid-19 in stationärer Behandlung, davon werden 14 Personen intensivmedizinisch betreut. Es sei nach wie vor erkennbar, „dass die Zahlen sowohl im stationären Bereich als auch auf der Intensivstation bereits seit längerer Zeit kontinuierlich rückläufig sind.“ In Hamburg sind deswegen weitere Lockerungen durch den Senat beschlossen worden, so können seit Mittwoch Fitnessstudios wieder besucht werden, auch die Freibäder und Kinos sollen mit Auflagen öffnen können.

jlau


Aktuelle Studie
Touristen werden künftig nur unter bestimmten Bedingungen in die Städte kommen