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Ein neuer Spot für die U-Bahn-Stars: Wiener-Linien-GF Günter Steinbauer, Stadträtin Ulli Sima, Musiker Damion Lee und Lisanne Altrov. Erich Kocina

U-Bahn-Stars ab sofort auch außerhalb von Stationen

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An sechs Standorten nahe der U-Bahn dürfen die U-Bahn-Künstler der Wiener Linien jetzt auch Open Air auftreten. Auftritte in den Stationen sind derzeit nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich.

Die Wiener Linien erweitern ihr Spektrum erneut - nicht nur, dass sie über ihre Kernaufgabe der Beförderung von Fahrgästen hinaus seit drei Jahren Musiker für die Stationen castet. Nun machen diese U-Bahn-Stars auch noch den Schritt aus den Stationen hinaus. An sechs Spots in der Nähe von U-Bahn-Stationen dürfen die Künstler nun auch open air spielen. Am Mittwochvormittag präsentierten Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und die zuständige Stadträtin Ulli Sima einen der Spots im Stadtpark.

Bei der U4-Station-Stadtpark gibt es sogar gleich zwei dieser Spots - einen beim Ausgang beim Kinderspielplatz direkt beim Stadtpark, der zweite ist neben dem Pavillon hinter dem Kursalon Hübner. Weitere Open-Air-Spots finden sich beim Ausgang Resselpark der U-Bahn-Station Karlsplatz, bei der U4-Station Kettenbrückengasse, bei der U3-Station Gasometer sowie im Sigmund-Freud-Park nahe der U2-Station Schottentor.

„Aus der Schockstarre führen"

„Wir haben in den Stationen nicht überall so viel Platz“, sagt Günter Steinbauer bei der Präsentation. Indoor stoße man halt an gewisse Grenzen. Daher habe man nach Spots außerhalb gesucht - die gehören zwar nicht den Wiener Linien, doch habe man sich mit der der MA 59 (Marktamt) und der MA 42 (Stadtgartenamt) schnell geeinigt. Die Entscheidung sei auch in Corona-Zeiten notwendig, so Steinbauer mit einem Seitenhieb in Richtung Bund: „Wir wollen das Land aus der psychologischen Schockstarre rausführen, in das es unsere jugendliche Bundesregierung geführt hat.“ Die Musik sei seiner Ansicht nach ein Schritt zurück in die Normalität.

Für die neuen Spots wurden auch schon neue Musiker gesucht. Bei der Vorstellung am Mittwoch traten die Geigerin Lisanne Altrov und der Rapper Damion Lee auf. Insgesamt hat man Anfang des Jahres 25 Musiker aus rund 200 Bewerbern ausgewählt. Damit hält das Projekt derzeit bei 75 Bands und Solokünstlern aus verschiedenen Musikrichtungen.

Indoor: Auftritte nur mit Mund-Nasen-Schutz

Auch in den Stationen sollen die U-Bahn-Stars jetzt wieder spielen. Seit Beginn der Corona-Einschränkungen hat es keine Auftritte gegeben, nun sollen sie unter Einhaltung strenger Richtlinien wieder möglich sein. Dazu zählt auch, dass zwischen Musikern und Zuhörern mindestens ein Meter Abstand sein muss - und dass die Künstler einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Das, so Wiener-Linien-Sprecherin Lisa Schmid, gelte auch während des Auftritts. Für Sänger könnte das etwa ein Plastikschild vor dem Gesicht sein.

Eine sinnlose Verordnung der Bundesregierung, wie Steinbauer anmerkt, an die man sich halten müsse. Aber er hoffe, dass sich auch da bald etwas ändert und die Musiker in den Stationen auch wieder ohne Maske spielen dürfen.