Umsatz im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal zwei Prozent gesunken

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Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hat auch die Schweizer Bauwirtschaft gebremst. (Archivbild)
KEYSTONE/SANDRA HILDEBRANDT

Obwohl wegen des guten Wetters im Januar und Februar mehr gebaut werden konnte als in anderen Jahren, verzeichnete das Bauhauptgewerbe wegen der Coronakrise im ersten Quartal einen Umsatzrückgang.

Durch die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in den beiden letzten Märzwochen sank der Umsatz für das gesamte Quartal um 2 Prozent auf 4 Milliarden Franken, wie der Schweizerische Baumeisterverband am Mittwoch in einem Communiqué schrieb. Die Aufträge gingen mit einem Minus von 5,6 Prozent noch stärker zurück.

Der SBV ermittelte in einer Sondererhebung, dass der Umsatz der gesamten Branche seit der Einführung der Corona-Massnahmen im März und April um 15 Prozent zurückging. Alleine in der Westschweiz betrug der Rückgang 40 Prozent, im Tessin wurden die Baustellen zeitweise geschlossen.

Um die Branche wieder auf Kurs zu bringen, hat der SBV Anfang Mai einen 5-Punkte-Plan vorgelegt. Er appelliert damit an Gemeinden, Kantone und Bund, Arbeiten im Bau zu beschleunigen und die Vergabe neuer Projekte zu intensivieren. Auf diese Weise könne die Bauwirtschaft einen Beitrag leisten, die Rezession abzufedern und Arbeitsplätze zu erhalten.

Einbruch setzt sich fort

Für das zweite Quartal prognostiziert der Verband in seinem gemeinsam mit der Credit Suisse herausgegebenen Bauindex einen Umsatzrückgang um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit dürfte selbst bei einer raschen konjunkturellen Erholung 2020 das rekordhohe Umsatzniveau des vergangenen Jahres nicht mehr erreicht werden, hiess es im Bericht.

Dennoch gehöre der Bau im Vergleich zu anderen Branchen nicht zu den am stärksten betroffenen, da die Baustellen während der Krise bis auf wenige Ausnahmen geöffnet bleiben durften. Zudem sei der Rückgang der eingereichten Baugesuche für März und April mit -10 Prozent moderat ausgefallen und im Tiefbau herrsche derzeit ein rekordhoher Auftragsbestand. Die Negativzinsen würden zudem ein wichtiger Treiber bleiben für den Wohnungsbau.

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