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Renault und Nissan rücken in Allianz enger zusammen

In ihrem ersten Bündnis unter Ex-Autoboss Carlos Ghosn hatten sich die drei Konzerne 2017 noch das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2022 der größte Automobilhersteller der Welt zu werden - jetzt geht es um das Überleben in der Coronakrise.

Die unter der Coronakrise ächzenden Autobauer Renault, Nissan und Mitsubishi wollen durch eine engere Zusammenarbeit ihre Kosten massiv senken. Die Strategie, die die Dreier-Allianz am Mittwoch bei einer Videokonferenz präsentierte, sieht vor, dass die Partner ihre Aufgaben untereinander aufteilen.

Nach diesem Prinzip soll je ein Partner in einer Region und bei der Entwicklung eines Fahrzeugtyps oder einer Technologie die Führung übernehmen und die anderen ihm folgen. Dadurch sollen Kostenvorteile besser genutzt werden. Die Entwicklungskosten sollen durch die systematischere Abstimmung um bis zu 40 Prozent sinken.

Nahezu die Hälfte aller in der Allianz hergestellten Fahrzeuge sollen künftig nach diesem neuen "Leader-Follower"-Prinzip entwickelt und gebaut werden. Die neue Strategie soll an die Stelle der von dem früheren Konzernlenker Carlos Ghosn favorisierten Fusion von Nissan und Renault treten. So soll auch der jahrelange Konflikt zwischen den durch Überkreuzbeteiligungen verflochtenen Partnern beigelegt werden. Sowohl Nissan als auch Renault stehen wegen der Coronakrise zusätzlich unter Druck und müssen ihre Kosten massiv senken. Dazu wollen die Konzerne Insidern zufolge in den nächsten Tagen jeweils eigene Pläne vorlegen.

(APA/Reuters)