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Flüssiges oder festes Shampoo: Was ist besser? Die Stiftung Warentest hat 18 Produkte getestet.Bild: AdobeStock / de_nise

Stiftung Warentest Juni 2020: Gesundheitsschädigende Stoffe! DIESE Shampoos enttäuschen im Test

Die Stiftung Warentest hat Haarseifen sowie flüssige und feste Shampoos genauer unter die Lupe genommen. Fazit: Feste können locker mit Flüssigshampoos mithalten. Doch in einigen Shampoos stecken äußerst bedenkliche Stoffe drin.

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Feste Shampoos und Haarseifen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Während flüssige Produkte unschlagbar günstig sind, punkten feste Shampoos vor allem mit ihrer Ökobilanz. Doch welches Shampoo reinigt die Haare am besten? Die Stiftung Warentest hat insgesamt 18 Produkte, darunter vier Haarseifen, acht flüssige sowie sechs feste Shampoos, auf den Prüfstand gestellt. Die Experten haben die Haarwasch-Produkte auf Anwendung, Pflegewirkung und kritische Inhaltsstoffen untersucht. Das Ergebnis:Alle flüssigen und sechs feste Produkte erhielten das Gesamturteil "Gut".

Stiftung Warentest im Juni 2020: Flüssige und feste Shampoos sowie Haarseife im Test

Bei der Pflege haben die Tester sich angeschaut, wie gut sich die Haare nach dem Waschen kämmen lassen, ob sie glänzen, geschmeidig und voluminös sind. Hier schneiden flüssige wie feste Shampoos durchweg gut ab. Anders sieht das jedoch bei den Haarseifen aus.

Zwar ähneln sich feste Shampoos und Haarseife auf den ersten Blick, Letztere werden aber mit Lauge verseift. Deren hoher pH-Wert verändert das Waschergebnis: Die Haare können aufquellen oder Schaden nehmen, lassen sich schlecht kämmen, oder es bilden sich weißliche Rückstände. Gegen den letzten Punkt hilft nach dem Waschen eine extra Spülung, die Warentester raten hier zu Essigwasser (saure Rinse).

Gesundheitsschädigende Duftstoffe! DIESE festen Shampoos sind nicht "gut"

Doch nicht jedes Shampoo überzeugte die Experten. Die Stiftung Warentester vergaben auch dreimal "Befriedigend" und sogar einmal nur "Ausreichend" an feste Shampoos und Haarseifen. Grund für die Note vier war ein allergener Duftstoff in einer Haarseife, der unter den Inhaltsstoffen hätte stehen müssen. Stattdessen wirbt "Savion Haarseife Natur" mit der Aussage "Frei von Duftstoffen", berichtet die Zeitschrift "test" (Ausgabe 6/2020). Kritik steckte auch das feste Shampoo "Honey I washed my Hair" von Lush ein, da es Lilial (Butylphenyl Methylpropional) enthält. Dieser Duftstoff steht im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Öko-Profis! Feste Shampoos überzeugen im Stiftung Warentest

Unabhängig vom Test der einzelnen Produkte hat sich die Stiftung Warentest auch die Ökobilanz der Haarpflegeprodukte angeschaut, in die viele verschiedene Faktoren mit einfließen. Hier schlägt grundsätzlich das feste Shampoo das flüssige. Die Produktion verbraucht weniger Energie, die Shampoostücke kommen zudem ohne Konservierungsstoffe aus und werden oft mit weniger Duft- und Farbstoffen versetzt, erläutern die Tester.

Verpackt sind sie zudem meist in Papier oder recycelter Pappe, flüssige Mittel stecken in der Regel in Plastikflaschen. Ein weiterer Pluspunkt der stückigen Shampoos: Sie werden laut der Erfahrungen in den Haarwäschen für den Test eher weniger überdosiert, als das bei flüssigen Produkten der Fall sei.

Haarseife, flüssige und feste Shampoos im Stiftung Warentest; Alle getesteten Produkte im Überblick

Folgende Shampoos haben die Experten der Stiftung Warentest genauer unter die Lupe genommen:

Auch wenn die Stiftung Warentest nicht vor den Inhaltsstoffen der flüssigen Shampoos warnt, sollten Verbraucher dort genauer hinschauen. In einigen steckt nämlich der Stoff Polyquaternium drin. Der Stoff kann Rückstände von Acrylamid enthalten und somit krebseregend wirken. Eindeutige Beweise dafür gibt es jedoch nicht.

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bua/bos/news.de/dpa