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Autos fahren über die Südtangente. Foto: Uwe Anspach/dpa © Foto: Uwe Anspach

Junge Union erinnert an Erfolge Kohls: Straßenumbenennung

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Nach dem Beschluss des Mannheimer Gemeinderates für die Umbenennung der Südtangente in Helmut-Kohl-Straße hat die Junge Union eine Plakataktion zu Ehren des Ex-Kanzlers gestartet. Am Mittwochmorgen hängten Mitglieder der CDU-Jugendorganisation 15 Plakate zu vier Motiven entlang der umbenannten Straße auf. Die dargestellten Meilensteine Kohls politischer Laufbahn reichen von den Verdiensten um die deutsch-französische Freundschaft über den Einsatz für die Wiedervereinigung bis zum Engagement für die Europäische Union. Die junge Generation habe besonderen Anlass, Kohl zu danken, betonte der Mannheimer JU-Chef Lennart Christ mit Blick auf die Reisefreiheit und den langen Frieden in Europa.
Seine Erfolge überwögen die negativen Aspekte wie die Parteispenden-Affäre, meinte der 22-jährige Maschinenbaustudent. In Kohls Geburtsort, dem auf der anderen Rheinseite liegenden Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), gibt es noch keine nach ihm benannte Straße. In Ludwigshafen starb er auch 2017. Seine erste Ehefrau Hannelore ist hingegen in der Ludwigshafener Hannelore-Kohl-Promenade verewigt.
Der CDU-Stadtrat und Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel begrüßte die Aktion. Einziger Wermutstropfen sei die Enthaltung der Grünen-Stadträte bei dem Beschluss zur Umbenennung.
Kohls Kanzlerschaft dauerte von 1982 bis 1998. Auch für seinen unmittelbaren Vorgänger, den Sozialdemokraten Helmut Schmidt (1918 - 2015), soll die Erinnerung mit einer neuen Benennung wach gehalten werden: Die Lindenhofüberführung wird künftig Helmut-Schmidt-Brücke heißen.
Junge Union Mannheim