Gates-Stiftung kauft kräftig Apple-Aktien

Die vor allem auf Gesundheit ausgerichtete Foundation besitzt nun eine halbe Million Anteilsscheine des iPhone-Produzenten aus Cupertino.

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Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda hat im ersten Quartal 2020 eine Beteiligung an Apple aufgebaut. Die Finanzverwaltung der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF), die unabhängig von der Stiftung agiert, kaufte laut Unterlagen, die an die amerikanische Börsenaufsicht U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) gingen, in den drei Monaten insgesamt 501.044 Aktien des iPhone-Herstellers.

Anteil von 160 Millionen US-Dollar

Beim aktuellen Aktienkurs ist die Position der BMGF nicht ganz 160 Millionen US-Dollar wert. Apples gesamte Marktkapitalisierung lag am Dienstagabend bei 1,37 Billionen Dollar. Die Foundation, die sich vor allem um Gesundheitsthemen kümmert, könnte je nach Kaufzeitpunkt bereits Papiergewinne eingestrichen haben. Aktuell nähert sich die Apple-Aktie wieder ihrem Allzeithoch aus dem Februar, nachdem sie aufgrund der Corona-Krise abgestürzt war.

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Die Gates-Stiftung soll die größte private Stiftung der Welt sein und verfügt über ein Anlagevermögen in Höhe von über 40 Milliarden Dollar. Gates und seine Frau betonen, "ungeduldige Optimisten" zu sein, deren Ziel es ist, die weltweite Ungleichheit zu reduzieren. Die BMGF beteiligt sich aktuell unter anderem am Kampf gegen das Coronavirus.

Bill Gates und die Apple-Aktien

Neben Apple investierte die BMGF auch in Amazon und Twitter (jeweils mit kleineren Positionen als bei Apple), aber auch in den chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba (552.383 Aktien). Den größten Anteil baute die Foundation im ersten Quartal beim Computational-Chemistry-Spezialisten Schrödinger auf, der Software für das Gesundheitswesen entwickelt. Hier wurden fast 7 Millionen Anteilsscheine gekauft.

Eine Unternehmung von Bill Gates und Apple treffen sich nicht zum ersten Mal an der Börse. So hatte Microsoft 1997 Apple-Aktien im Wert von 150 Millionen Dollar erworben und damit dabei geholfen, den Mac-Produzenten, der sich in einer schweren Krise befand, zu stabilisieren. Das Anteilspaket wurde später bis 2003 mit Gewinn verkauft – hätte Microsoft den Anteil gehalten, wäre aber signifikant mehr Geld damit verdient worden. (bsc)