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Demonstration von Eltern und Schülern auf dem HeumarktFoto: Alexander Roll
Fast 250 Schüler betroffen

Mangel an Schulplätzen in Köln-Ehrenfeld besonders groß

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Köln - Der Mangel an Gesamtschulplätzen ist in den Stadtbezirken Ehrenfeld und Mülheim am größten. In Ehrenfeld wurden 243 angehende Fünftklässler abgelehnt. In Mülheim waren es 153, obwohl es in diesem Stadtbezirks mittlerweile vier Gesamtschulen gibt.

Die Zahlen gehen aus einer Mitteilung der Verwaltung an die Politik hervor. Die Liste mit Annahmen und Ablehnungen für das kommende Schuljahr sagt nichts über die Beliebtheit einzelner Schulen aus, weil diese unterschiedlich groß sind, wohl aber darüber, wo der Bedarf besonders groß ist.

Mehr Ablehnungen als Annahmen

In acht der neun Stadtbezirke fehlen viele Gesamtschulplätze, nur in Rodenkirchen scheint das Angebot zurzeit noch ausreichend. Für den Stadtbezirk Lindenthal stellt die Verwaltung ebenfalls ein ausgeglichenes Verhältnis fest, was aber nur gelingt, weil sie die große Schule in Vogelsang zum Angebot für den Stadtbezirk Lindenthal mitzählt.

Die meisten Ablehnungen musste die Gesamtschule in Longerich und die Heliosschule in Ehrenfeld verschicken. Bei beiden Schulen wurden sogar mehr Kinder abgelehnt als aufgenommen wurden.

Viele Absagen am Humboldt-Gymnasium und am „Monte“

Bei den Gymnasien konnten im Gegensatz zu den Gesamtschulen, wo insgesamt 951 Kinder abgelehnt wurden, alle Schüler versorgt werden. 160 Familien mussten jedoch akzeptieren, dass weder ihr Erst- noch ihr Zweitwunsch erfüllt wurde. Besonders viele Kinder wurden am Humboldt-Gymnasium (69), am Montessori-Gymnasium (57) und am Hansagymnasium (31) abgelehnt. Vom Mangel stark betroffen ist auch bei den Gymnasien der Stadtbezirk Ehrenfeld.

Bei den Realschulen konnte ebenfalls nicht jeder Erstwunsch erfüllt werden. Besonders viele Kinder wurden in der Otto-Lilienthal-Schule in Wahn (41), der Albert-Schweitzer-Schule in Ostheim (35) und in der Johann-Bendel-Realschule in Mülheim (35) abgelehnt. (fra)