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Das Entfernen alter Tapeten ist eine schweißtreibende Arbeit ©kelvinjay Getty Images

Praktischer Helfer: Tapetenablöser, Nagelwalze und Co.: Mit diesen Tricks lassen sich alte Tapeten leichter entfernen

Das Überkleben alter Tapeten birgt gleich mehrere Risiken, die Sie durch das Ablösen der Bahnen umgehen können. Allerdings lassen sich diese nur schwerlich entfernen – es sei denn, Sie wenden die folgenden Tricks an.

Um Zeit zu sparen, werden veraltete Tapeten nur zu gerne einfach überklebt. Der Arbeitsaufwand ist deutlich geringer, das Ergebnis dafür aber auch umso schlechter. Abgesehen davon, dass bestehende Unebenheiten wie zum Beispiel überlappende Nähte oder Blasen auch auf den neuen Bahnen zum Vorschein kommen, besteht durchaus die Gefahr, dass der frisch aufgetragene Kleister die alten Tapeten von der Wand lösen – und somit auch die neuen. Hinzukommt, dass ein glattes Muster nicht wirklich glatt aussieht, wenn sich darunter Tapetenschichten mit Strukturen oder Raufasern befinden. So oder so tun Sie sich und der Wand einen Gefallen, wenn Sie die alten Tapeten entfernen, bevor Sie neue anbringen. Wie das am besten funktioniert, wird wie folgt erläutert.

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Tapeten ablösen in nur drei Schritten

Wenn sich die alte Tapete bereits von alleine löst, sodass ihre Ränder oder Ecken abstehen, möchte man sie am liebsten direkt in einem Zug von der Wand abziehen. Das ist jedoch leider nicht möglich, da der Kleister den Großteil der Bahnen immer noch festhält. Spätestens beim Versuch, die losen Stücke abzureißen, werden Sie merken, dass die Arbeit nicht mit wenigen Handgriffen getan ist. Umso wichtiger ist die richtige Vorbereitung, hinter der ein ausgeklügeltes System steht – das sich in drei Schritte unterteilen lässt. Diese lauten wie folgt:

Schritt 1: 
Tapeten einweichen und perforieren

Um den Kleister zu lösen, müssen Sie die Tapeten einweichen. Für unbeschichtete Papiertapeten bieten sich drei unterschiedliche Methoden an. Entweder Sie verwenden warmes Wasser und versetzen es mit etwas Spülmittel oder aber Sie nehmen einen speziellen Tapetenablöser. Um die Wände möglichst gleichmäßig einzuweichen, eignet sich ein Drucksprühgerät – es bearbeitet die Tapeten flächendeckend. Alternativ zu den beiden genannten Hilfsmitteln können Sie auch zu einem speziellen Dampftapetenablöser greifen, der die Papiertapete mithilfe von Wasserdampf einweicht. Ganz ohne Chemie.

Beschichtete Tapeten, die eine wasserabweisende Funktion besitzen, können nicht so einfach eingeweicht werden wie jene aus Papier. Sie müssen zuerst perforiert werden, damit das Wasser bis zum Kleister durchdringen kann. Am besten dafür eignet sich eine sogenannte Stachelwalze: Sie ritzt die Tapeten punktuell ein, sodass Feuchtigkeit durch das Material dringen kann. Die Anwendung ist kinderleicht und schont obendrein auch noch den Unterputz, welcher für die neuen Tapeten nicht beschädigt werden sollte. Nach dem Perforieren können Sie das Spülwasser oder den Tapetenlöser mit dem Drucksprühgerät wie gehabt auftragen.

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Schritt 2: 
Tapeten ablösen

Lassen Sie das Spülwasser so lange einwirken, bis sich die Bahnen dunkel färben – bevor Sie mit dem Ablösen der Tapeten beginnen. Wenn Sie einen Tapetenlöser anwenden, sollten Sie sich an die vorgeschriebene Einwirkzeit auf der Verpackung halten. Wenn Sie zu früh ans Werk gehen, lassen sich die Bahnen nicht sauber entfernen, sodass Sie viel Mühe damit haben werden, die Überreste abzukratzen. Gehen Sie mit Ruhe und Geduld ans Werk: Ziehen Sie die Tapeten langsam und vorsichtig ab und nehmen einen oder mehrere Spachtel zur Hilfe, sollte sich eine Bahn an manchen Stellen der Wand nicht richtig lösen. Alternativ kann auch ein Tapetenschaber eingesetzt werden.

Schritt 3:
Unebenheiten ausbessern

Wenn Sie alle Tapetenreste entfernt haben, sollte die Wand schön glatt und eben sein. Ist dem nicht so, macht es Sinn, vor dem Tapetenwechsel ein paar kleinere Reparaturarbeiten durchzuführen – um alle Unebenheiten zu beseitigen. Kleinere Haarrisse, abgeplatzter Putz oder auch Löcher in den Wänden können mit Spachtelmasse ausgebessert werden. Zudem können Sie noch eine Tiefen-Grundierung (zum Beispiel bei Putz, Gips oder Beton) vor dem Tapezieren, Anstreichen, Verputzen oder Verspachteln vornehmen. Dadurch lassen sich die Bahnen beim nächsten Mal mühelos Abziehen, das gilt vor allem für mehrfach gestrichene Raufaser- und Papiertapeten.

Noch ein Tipp zum Schluss: Die Tapetenreste können Sie für gewöhnlich im Restmüll entsorgen. Haben Sie jedoch besonders große Mengen, können Sie diese zu einem Recyclinghof bringen.

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ast