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„hart aber fair“-Moderator Frank Plasberg. Foto: imago images

„hart aber fair“: Plötzlich wird Frank Plasberg sauer – „Was haben Sie gemurmelt?“

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Es ist wohl eines der am heißesten diskutierten Themen zu diesem Zeitpunkt der Corona-Krise. Und auch bei „hart aber fair“ in der ARD. Wann dürfen die Kinder endlich wieder normal zur Schule gehen? Wann werden die Eltern entlastet?

Darum fragte „hart aber fair“-Talkmaster Frank Plasberg am Montag: „Kinder und Eltern zuletzt – scheitern Schulen an Corona?“

„Hart aber fair“: „Kinder und Eltern zuletzt – scheitern Schulen an Corona?“

Schon der Titel der Sendung versprach Zündstoff. Scheitern denn nun die Schulen an Corona, oder ist es die Politik, die es nicht schafft, den Lehrern, Schulen und Eltern ordentlich zur Seite zu springen?

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Udo Beckmann und „hart aber fair“-Talkmaster Frank Plasberg im Zwiegespräch. Foto: Screenshot ARD

Für Frank Plasberg schien das Problem schon zu Beginn der Sendung klar. Die Schulen und ihre Lehrkräfte würden es versäumen, sich anständig um die Kinder zu kümmern. Anders lässt sich wohl seine provokante Frage nach dem Brückentag am vergangenen Freitag an den Bundesvorsitzender des Verbands Erziehung und Bildung, Udo Beckmann nicht erklären.

„hart aber fair“: Müssen derzeit Brückentage sein?

Ganz offensiv fragte Plasberg: „Herr Beckmann, was haben Sie gesagt? Die Lehrer tun, was sie können. Arbeiten am Limit. Gilt das eigentlich auch für die Lehrer, die am Freitag ganz cool mit ihren Schulen einen Brückentag genommen haben?“

Schon ab dieser Minute stand der Bundesvorsitzende des VBE also unter Druck. Seine Antwort: „Ja selbstverständlich gilt das auch für diese Lehrkräfte. Wir wissen ja, dass Brückentage zu den normalen Ferientagen gehören...“ Sofort preschte ihm Plasberg wieder dazwischen. „Wir haben aber keine normalen Zeiten, Herr Beckmann. Da waren Wochen ohne Unterricht, ohne Präsenzunterricht, und dann kommt so ein Brückentag.“

Kein Argument für den VBE-Chef. Er bleibt dabei, dass auch in solchen Zeiten Brückentage Bestand haben müssen. Ein Punkt, der durchaus diskutabel erscheint.

„hart aber fair“: Collien Ulmen-Fernandes zeitweise überfordert

Und so sollte es das für Beckmann auch noch nicht gewesen sein. Nur wenig später sprach Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes über ihren schwierigen Alltag. Ihre Tochter gehe in die erste Klasse, da falle es schwer, Arbeit und Kind unter einen Hut zu bekommen.

„Die Arbeitsrealität bei Eltern sieht oft so aus, dass Telefonkonferenzen oft länger dauern als eigentlich geplant, E-Mails müssen dringend beantwortet werden und man kann nicht mal eben nebenbei Lehrkraft spielen und das übernehmen. Und ich denke, weil wir noch eine ganze Weile mit dieser Pandemie zu tun haben werden, müssen jetzt Lösungen her, die wirklich auch langfristig funktionieren“, so die Schauspielerin.

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„hart aber fair“: Die Gäste am 25. Mai

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Ob sie und ihr Mann Christian Ulmen auch mal an dem Punkt angelangt seien, an dem sie dachten, dass es nicht mehr gehe, will Plasberg nun wissen, und vor allem an wem das liege, am Kind oder an den Eltern.

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Ein Punkt, an dem VBE-Boss Beckmann kurz die Lippen bewegt. Eine Reaktion, die Frank Plasberg nicht verborgen blieb. „Was haben Sie gemurmelt, Herr Beckmann?“, fragte er in einem schnippischen, fast ärgerlichen Unterton.

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„An der Situation“, so der überraschte Talkgast. Es scheint, als wollte Frank Plasberg extra Sprengpulver in die Runde tragen. Schließlich hatte er zu Beginn der Sendung ja auch ausdrücklich gewarnt: „Vorsicht Explosionsgefahr“. Da muss man dann wohl auch liefern.