Corona in NRW: Bedürftige Schülerin (14) verlangt DAS wegen der Pandemie – und bekommt ...

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

Corona bestimmt weiterhin den Alltag in NRW.

Langsam aber sicher führen die Lockerungen auch zur Rückkehr zu einer gewissen Normalität in NRW: Zoos, Friseure und Museen sind wieder geöffnet. Seit dem 7. Mai gelten weitere Lockerungen, beispielsweise für Spielplätze, Sport, Schulen. Auch für Gaststätten ändert sich nun einiges.

Coronavirus in NRW: Die neusten Entwicklungen rund um Covid-19 im News-Blog

Welche Entscheidungen trifft die Regierung? Wie entwickelt sich die Infiziertenzahl? Was passiert in NRW?

Alle Informationen, Zahlen und Fakten zum Coronavirus bekommst du hier in unserem News--Blog.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Montag, 25. Mai

21.41 Uhr: Neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in NRW?

Das Landeskabinett in NRW berät am Dienstag (14 Uhr) über weitere mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Ob es neue weitreichende Entscheidungen geben wird, ist offen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte bereits vor drei Wochen einen sogenannten Nordrhein-Westfalen-Plan vorgelegt. Er sieht ab Samstag zahlreiche weitere Erleichterungen in den Bereichen Wirtschaft, Freizeitgestaltung, Sport und Kultur vor - allerdings in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen.

17.42 Uhr: Sozial schwache Schülerin verlangt ein Tablet - und bekommt Recht

Eine Schülerin, die Grundsicherung erhält, hat Anspruch auf ein für die Teilnahme am digitalen Schulunterricht erforderliches Tablet. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG) in einem Montag veröffentlichten Beschluss entschieden. Das Gericht sprach von einem „pandemiebedingten Mehrbedarf“.

Anlass für die Feststellung war der Eilantrag einer Achtklässlerin aus dem Kreis Recklinghausen. Die 14 Jahre alte Gymnasiastin bezieht Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Ende Januar 2020 beantragte sie beim Jobcenter einen internetfähigen Computer und legte eine Bestätigung der Schule vor, wonach sie diesen für Hausaufgaben benötige. Das Jobcenter und erstinstanzlich auch das Sozialgericht Gelsenkirchen verneinten jedoch einen Anspruch.

Den sah das LSG jedoch grundsätzlich als gegeben. Die geltend gemachten Kosten stellten einen unabweisbaren, laufenden Mehrbedarf dar, der anzuerkennen sei. Der Bedarf für die Anschaffung eines Computers zur Teilnahme an pandemiebedingtem Schulunterricht sei im sogenannten Regelbedarf jedoch nicht berücksichtigt. Die Höhe des geltend gemachten Bedarfs sei mit etwa 150 Euro zu veranschlagen.

Im konkreten Fall verpflichtete das LSG das Jobcenter jedoch nicht zur Kostenübernahme. Der Schülerin sei mittlerweile durch die Schule die Nutzung eines Laptops aufgrund einer privaten Spende ermöglicht worden, begründete das Gericht seine Entscheidung. Anders als die Vorinstanz sprach das Landesgericht der Jugendlichen allerdings Prozesskostenhilfe zu.

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Das Coronavirus wütet noch immer in NRW. (Symbolfoto) Foto: imago images / Alex Halada

14.20 Uhr: Security-Mitarbeiter spricht Mann ohne Mundschutz an, dann knallt es

Immer wieder kommt es wegen der Maskenpflicht in Supermärkten und Geschäften zu handfesten Auseinandersetzungen. So auch in Gelsenkirchen. Ein 29-jähriger Security-Mitarbeiter eines Supermarktes auf der Overwegstraße in Schalke sprach am Freitagabend einen 22-jährigen Kunden im Eingangsbereich des Geschäfts an, weil er keinen Mund-Nasenschutz trug.

Daraufhin kam es zu einer Rangelei zwischen dem 29-Jährigen, dem 22-Jährigen und einem 24-jährigen Begleiter. Die beiden jungen Gelsenkirchener schlugen auf den 29-Jährigen ein und verletzten ihn leicht, so dass er vor Ort durch die Sanitäter eines Rettungswagens ambulant behandelt werden musste.

14.00 Uhr: Irre Kneipen-Szene in Dortmund

Bei einer Gaststättenkontrolle in der Dortmunder Innenstadt stellten Polizisten in der Nacht zum Sonntag diverse Verstöße gegen die Corona Schutzverordnung fest. Offenbar für jedermann sichtbar hielten sich gegen 1.40 Uhr rund 20 Personen vor der Kneipe auf. Als die Polizisten eintrafen, verließen etwa 35 weitere Gäste das Lokal. Weil sich im Innern noch weitere 15 Gäste aneinander drängten, konnten die geltenden Infektionsschutzstandards unmöglich eingehalten werden. Weder konnten im Lokal Desinfektionsmittelspender noch das Tragen von Schutzmasken festgestellt werden.

70 Gäste erhielten einen Platzverweis. Die Polizei untersagte den Betrieb der Gaststätte

7.30 Uhr: 84 Neuinfektionen, 8 Tote

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 84 gestiegen. Acht weitere Menschen mit einer Coronavirus-Erkrankung sind seit Samstag gestorben, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten im Land auf 1562. Seit Ausbruch der Pandemie wurden bis Sonntag insgesamt 37 204 Menschen im Land positiv auf das Coronavirus getestet.

6.00 Uhr: Corona-Ausbruch in Düsseldorf! 23 Bewohner von Pflege- und Seniorenheim positiv getestet

Riesen-Schock in Düsseldorf! In einem Pflegeheim in Benrath ist ein Ausbruch von Corona-Infektionen festgestellt worden. Ein Mitarbeiter der Einrichtung hat über Erkältungssymptome geklagt und sich privat testen lassen. Dem Gesundheitsamt ist am Dienstag der positive Befund übermittelt worden, das Pflegeheim wurde sofort informiert. Ein Besucherstopp wurde angeordnet, alle Mitarbeiter durften nur noch mit FFP2-Masken dort arbeiten.

Am Freitag sind dann alle Bewohner (über 100 Personen) der Einrichtung getestet worden. Bei 23 von ihnen war das Testergebnis positiv. Bislang ist nur eine Bewohnerin in eine Klinik eingeliefert worden, alle anderen sind noch symptomfrei, bleiben in Quarantäne. Es handelt sich laut Stadt um den ersten größeren Ausbruch in einem Düsseldorfer Pflegeheim.

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Das Coronavirus wütet noch immer in NRW. (Symbolfoto) Foto: imago images / Alex Halada

Samstag, 23. Mai

07.20 Uhr: NRW soll Blutplasma-Spenden fördern: Antikörpertherapie gegen Corona

Die nordrhein-westfälische Landesregierung soll klinische Studien zum Einsatz von Antikörpern gegen das Coronavirus unterstützen. Das fordern die Koalitionsfraktionen in einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag. Das Parlament soll am Freitag darüber abstimmen.

„Bei der Behandlung von Covid-19 könnte der Einsatz menschlicher Antikörper einen erfolgversprechenden Therapieansatz darstellen“, erläutern CDU und FDP ihren Vorstoß. „Eine direkte Gabe von Antikörpern gegen SarsCoV-2 könnte sowohl Schutz vor dem Virus verleihen als auch eine bestehende Covid-19-Erkrankung therapieren.“

Diese Antikörper könnten aus dem Blutplasma von Menschen gewonnen werden, die eine Infektion bereits überstanden haben, heißt es im Koalitionsantrag. Dies werde weltweit bereits in mehreren Studien getestet. „Auch Unikliniken in Nordrhein-Westfalen haben inzwischen Heilversuche gestartet. Den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit in der klinischen Anwendung können aber nur Studien über einen längeren Zeitraum und mit mehr Patienten erbringen.“

Daher solle die Landesregierung eine Initiative zur Förderung der Blutplasma-Spende entwickeln. Dazu gehöre eine Informationskampagne in Krankenhäusern, Arztpraxen und den sozialen Netzwerken. Die Landesinitiative solle aufklären über Krankheitsbilder, die von einer Plasmaspende profitieren.

„Bei der Plasmaspende wird nur der flüssige Bestandteil des Blutes gespendet“, heißt es in der Vorlage ans Parlament. Deswegen sei sie weniger belastend für den Organismus als eine Vollblutspende. „Ein Plasmaspender kann insgesamt innerhalb von einem Jahr bis zu 60 Mal spenden.“ Dies könne Leben retten.

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Coronavirus in NRW: Hilft eine Antikörpertherapie gegen Corona? Die Landesregierung soll den Einsatz gegen das Virus unterstützen. (Symbolfoto) Foto: imago images / Christian Ohde

Freitag, 22. Mai

16.34 Uhr: Bund und Land NRW planen Familienbonus gegen Corona-Krise

Mit einem Familienbonus und weiteren Staatshilfen will das Land NRW die corona-geplagte Wirtschaft wieder ankurbeln. So sollten Familien pro Kind einmalig 600 Euro erhalten, schlug Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf vor. Damit solle die Kaufkraft wieder gestärkt werden. „Wir wissen: Familien haben in den letzten Wochen und Monaten sehr unter der Krise gelitten“, sagte Laschet und forderte den Bund zu Maßnahmen auf. Bundesfinanzminister Olaf Scholz brachte gegenüber dem „Spiegel“ (Freitag) einen Familienbonus von 300 Euro ins Gespräch.

Infolge der Corona-Krise rechnet die Landesregierung mit einem massiven Wirtschaftseinbruch in Nordrhein-Westfalen. Ein Rückgang „im zweistelligen Prozentbereich“ sei nicht auszuschließen. „Wir stehen jetzt vor der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg“, sagte Laschet. Die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Verbrauchern habe sich erheblich verschlechtert.

10.06 Uhr: Wohnungsloser EU-Bürger hat Anspruch auf Hartz IV

Wohnungslose EU-Bürger, die sich für die Arbeitssuche in Deutschland aufhalten, haben normalerweise keinen Anspruch auf existenzsichernde Leistungen. Angesichts der Covid-19-Pandemie können sie jetzt allerdings im Eilverfahren entsprechende Leistungen beanspruchen.

Das zeigt eine Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf (Az.: S 25 AS 1118/20 ER), erklärt die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Betroffene haben damit auch Anspruch auf vollständige medizinische Versorgung.

Der Fall: Ein Portugiese hält sich seit 1994 in Deutschland auf und ist obdachlos. Er beantragte beim Jobcenter Grundsicherung für Arbeitsuchende. Da er sich nur zum Zweck der Arbeitsuche in Deutschland aufhielt, wurde ihm dies verweigert. Ein Daueraufenthaltsrecht habe er nicht nachgewiesen. Es sei unklar, ob er sich ununterbrochen in Deutschland aufgehalten habe.

Das Urteil: Sein Antrag auf sozialgerichtlichen Eilrechtsschutz hatte Erfolg. Das Sozialgericht verpflichtete das Jobcenter, ihm vorläufige Leistungen in Höhe des Regelbedarfs zu gewähren. Das Existenzminimum müsse auch unabhängig vom Vorliegen eines Daueraufenthaltsrechts gesichert sein.

Der Mann sei hilfebedürftig und hätte zumindest Anspruch auf Sozialhilfe. Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen erschwere es Wohnungslosen besonders, an Leistungen zu gelangen. Man könne von dem Mann in der aktuellen Situation zudem nicht verlangen, in sein Heimatland zurückzureisen und dort Leistungen zu beantragen.

Donnerstag, 21. Mai

16.51 Uhr: Siebter Todesfall in Hagen

In Hagen gibt es einen siebten Todesfall infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilt, sei eine 80-jährige Frau am Mittwoch gestorben.

In Hagen sind derzeit 39 Menschen erkrankt, 274 sind wieder genesen.

Mittwoch, 20. Mai

15.15 Uhr: Zahl der Neuinfektionen leicht gestiegen

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Infektionen am Mittwoch um 280 gestiegen. Sie wächst damit wieder etwas stärker. In den Tagen davor hatte die Zunahme meist unter 200 gelegen, wie aus den Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Die meisten Neuinfektionen (142) gab es im Rhein-Sieg-Kreis, dort war das Virus in einem Flüchtlingsheim ausgebrochen. Auch die Stadt Duisburg hat 30 Neuinfektionen am Mittwoch zu vermelden. Insgesamt erhöhte sich die Zahl aller bestätigten Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 36 747. Binnen eines Tages waren außerdem zwölf neue Todesfälle bekannt geworden.

Zugleich vergrößerte sich am Mittwoch die Zahl der Genesenen um 337. Die Gesamtzahl der Genesenen legte auf 31 335 zu. Die Meldung einer Genesung ist allerdings immer freiwillig, deswegen gelten diese Zahlen nur als Annäherungswert. Die Zahl der akut Infizierten in NRW verringerte sich rechnerisch leicht auf 3876.

11.40 Uhr: Kita-Start schon am 8. Juni

Ab dem 8. Juni startet in Nordrhein-Westfalen wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle Kinder in Kitas und bei Tageseltern. Das hat die Landesregierung nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf beschlossen.

Die Kitas starten damit deutlich früher, als erwartet! Bislang war als frühster Termin erst erst nach den Sommerferien im Gespräch.

07.10 Uhr: Hochzeitsgesellschaften und Picknick wieder erlaubt, Tattoostudios wieder offen

Weitere Lockerungen in der Corona-Krise: Ab dem heutigen Mittwoch (20. Mai) dürfen Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen, standesamtliche Trauungen mit Gästen sind wieder möglich und auch Picknicks wieder erlaubt. Das teilte die Landesregierung am Dienstagabend via Twitter mit. Die Regelungen für Hochzeiten sind allerdings weiter denkbar unromantisch. In der ebenfalls am Dienstagabend veröffentlichten Neufassung der Coronaschutz-Verordnung heißt es: „Standesamtliche Trauungen einschließlich der Zusammenkunft unmittelbar vor dem Ort der Trauung sind auch mit Gästen zulässig.“

Voraussetzung:

„Unter Beachtung dieser Regelung umfasst die Zulässigkeit sowohl die Trauzeremonie als auch das Zusammentreffen unmittelbar vor dem Ort der Trauung.“ Nach Massage- oder Kosmetikstudios dürfen ab sofort auch Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen. Dort gelten die gleichen Hygienevorgaben, wozu ein Mund-Nase-Schutz und - bei Behandlungen am Gesicht - für die Dienstleister eine Spezialmaske, Schutzbrille oder Schutzschild gehören.

Wie die Landesregierung am Dienstagabend via Twitter mitteilte, sind auch Picknicks wieder erlaubt. Das Grillen im Park bleibt weiter verboten.

Ebenfalls neu in der Coronaschutz-Verordnung: Die Regelung für - bislang verbotene - Chorproben. So dürfen mehrere Sänger in Opern oder Konzerthäusern wieder gemeinsam üben. Aber: Stehen sie nebeneinander, müssen die Sängerinnen und Sänger drei Meter Abstand halten. Stehen sie in mehreren Reihen, wird es noch komplizierter: Hier sind 6 Meter Abstand in „Ausstoßrichtung“ vorgeschrieben. Zudem ist „eine Raumgröße von mindestens zehn Quadratmetern pro Person vorzusehen.“

06.44 Uhr: Erste NRW-Freibäder öffnen am Mittwoch – Tickets bereits knapp

Zum Start der Freibadsaison in Nordrhein-Westfalen müssen sich Gäste auf Zugangsbeschränkungen und neue Regeln einstellen. Der spontane Sprung ins kühle Nass nach der Arbeit wird nicht überall uneingeschränkt möglich sein, wie Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfB), zur bundesweiten Situation in der Corona-Krise sagte.

Stattdessen wollten viele Bäder Zeitkarten anbieten, um die Besucherströme zu kanalisieren. Für die Becken empfiehlt die DGfB eine Zugangsbeschränkung, so dass die Abstandsregeln auch im Wasser eingehalten werden können. „Es kann dann schon passieren, dass die Leute in einer Warteschlange vor dem Becken stehen müssen“, betonte Ochsenbauer.

Auch auf den Liegewiesen gelten die bekannten Abstands- und Kontaktgebote - Bademeister oder Security-Kräfte sollen für deren Einhaltung sorgen. Sorgen machen, dass sich das Virus über das Wasser verbreitet, muss sich niemand: Nach Angaben des Umweltbundesamtes sorgen Filtration und Desinfektion in herkömmlichem Schwimmbadwasser dafür, dass Viren verlässlich inaktiviert werden.

Über die Öffnung der Freibäder entscheiden in der Corona-Krise die Länder:

In Nordrhein-Westfalen öffnen die ersten Freibäder an diesem Mittwoch bei bestem Wetter. Allerdings werden zum Schutz vor dem Coronavirus deutlich weniger Tickets als normalerweise üblich angeboten. Und die sind zudem nur für einige Stunden gültig. Für den Vatertag, an dem viel Sonne und Temperaturen von 23 Grad im Bergland bis lokal 28 Grad im Rheinland erwartet werden, gibt es in mehreren Freibädern schon Tage vorher keine Eintrittskarten mehr. So waren am Dienstag für das Düsseldorfer „Strandbad Lörick“ und das Bergfreibad Ochtrup im Münsterland online keine freien Termine mehr zu buchen.

Dienstag, 19. Mai

21.13 Uhr: Die Nadeln stechen wieder

Ab 20. Mai dürfen Tattoo- & Piercingstudios wieder öffnen, standesamtliche Trauungen mit Gästen sind wieder möglich und Picknicke wieder erlaubt – alles unter Auflagen. Das teilte die Staatskanzlei NRW am Abend mit.

Bei standesamtlichen Trauungen sind vor dem Ort der Trauungen auch wieder Gäste zulässig, die nicht zur Familie oder zu den Angehörigen von zwei Haushalten gehören.

20 Uhr: Ausbruch an Schule in Münster – Hunderte Tests

Bei vier Schülern und zwei Lehrern einer Schule in Münster ist das Coronavirus festgestellt worden. Das teilte die Stadt am Nachmittag mit. Schüler und Lehrer der Hauptschule Wolbeck werden nun getestet, das sind knapp 300 Menschen. Die Tests sollten am Mittwochmorgen beginnen. Unterricht werde unter diesen Umständen kaum möglich sein.

Wie es zu der Infektion kam, sei noch offen. „Egal wie – offenbar haben sich Personen nicht an die Schutzregeln gehalten.“ Nach einem Bericht des Radiosenders „AntenneMünster“ gehört einer der infizierten Schüler zu einer Familie, in der sich mehrere Mitglieder infiziert haben. Die Hauptschüler teilen sich in dem Schulzentrum den Schulhof mit einem Gymnasium und einer Realschule. Ob es auch für diese Schüler Konsequenzen gibt, war zunächst unklar.

14.27 Uhr: Ministerin Gebauer: Schulbetrieb in Corona-Zeiten spielt sich ein

Der Schulbetrieb unter Auflagen des Corona-Infektionsschutzes hat sich nach Einschätzung von Schulministerin Yvonne Gebauer eingespielt. Beim Besuch einer Realschule in Düsseldorf sagte die FDP-Politikerin, die Rückmeldungen aus den Schulen zeigten, dass der Start in den vergangenen Wochen „überwiegend reibungslos“ funktioniert habe.

Am Dienstag ließ sich die Ministerin Schulräume zeigen und sprach mit Schulleitung und Schülern der 9. Jahrgangsstufe über das Lernen in Corona-Zeiten.

„Es ist schön zu sehen, wie gut der Schulbetrieb unter Einhaltung der Hygienestandards und der Infektionsschutz-Maßnahmen nach der pandemiebedingten Schließung organisiert wurde“, lobte Gebauer nach Angaben ihres Ministeriums.

NRW hatte den Schulbetrieb nach wochenlanger Zwangspause zunächst Ende April für die aktuellen Abschlussklassen wieder aufgenommen. Seit dem 11. Mai sind weitere Schüler wieder tageweise in den Präsenzunterricht zurückgekehrt. Schulleitungen, Lehrer, Schulträger und alle am Schulleben Beteiligten hätten das mit ihrem großen Engagement ermöglicht, betonte Gebauer.

12.05 Uhr: Euskirchen sagt Karneval ab

Euskirchen prescht in Sachen Karneval vor: Der Festausschuss Euskirchener Karneval am Montagnachmittag bekannt gegeben. Statt traditioneller Feiern werde aktuell nach Alternativen gesucht. Die Sessionseröffnung auf dem Alten Markt am 11.11, der Rosenmontagszug oder die Damensitzung - all das wird soll jetzt ein Jahr später geplant werden.

08.31 Uhr: Neustart bei Westfleisch in Coesfeld mit Testbetrieb

Nach einer Zwangspause wegen zahlreicher Corona-Infektionen beginnt Westfleisch am Dienstag mit einem Testbetrieb im Coesfelder Werk. Im ersten Schritt sollen aber noch keine Schweine geschlachtet werden. Das stufenweise Hochfahren des Betriebes wird von Überwachungsbehörden begleitet. Eingesetzt werden sollen nur Mitarbeiter, die mehrfach negative Testergebnisse auf das Coronavirus vorweisen können.

Der Kreis Coesfeld hatte das Werk vor eineinhalb Wochen vorübergehend geschlossen, nachdem sich zahlreiche Werksarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Montag, 18. Mai

21.30 Uhr: Zahl der Neuinfektionen schrumpft

Gute Nachrichten aus NRW: Noch nie war die Zahl der Neuinfektionen seit dem Höhepunkt der Pandemie so gering wie heute. Nur 79 Fälle wurden am Montag in NRW registriert. Damit stieg die Anzahl der Infektionsfälle nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums leicht auf 36.347.

15.41 Uhr: NRW öffnet Freibäder – es gelten diese neuen Regeln

Am Mittwoch dürfen in NRW wieder die Freibäder öffnen. Als Als eines der ersten Bäder inNRWsoll das „Strandbad Lörick“, Düsseldorfs größtes Freibad, am Mittwoch öffnen.

Wie in allen Freibädern gelten hier in Corona-Zeiten besondere Regeln:

Herrscht im Wasser eine erhöhte Ansteckungsgefahr? Hier gibt es die Antwort >>>

12.45 Uhr: Bars bleiben dicht

Bars müssen in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen bleiben. Das Infektionsrisiko sei hier zu groß, erläutert das Gesundheitsministerium in einer Vorlage an den Landtag. Dies gelte für Bars, deren „charakteristisches Angebot“ nicht Speisen oder Getränke sind - wie etwa Shisha-Bars -, aber auch für solche, die vor allem in den Abendstunden öffnen und Unterhaltung anbieten. Dabei können nach Angaben des Ministeriums auch einzelne dieser Merkmale ausreichen, um das Angebot als unzulässig einzustufen. Das müsse jedoch im Einzelfall vor Ort entschieden werden.

Bars sei es bis auf weiteres untersagt, zu öffnen, da die größeren Infektionsrisiken in keinem angemessenen Verhältnis zu einem Beitrag zur Versorgung stünden, wie es etwa bei Restaurants der Fall sei.

12.00 Uhr: 130 Infizierte in Unterkunft in St. Augustin

In einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn sind nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit Corona infiziert. Die restlichen 170 Bewohner hätten sich nicht infiziert, wie Tests gezeigt hätten, sagte am Montag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

„Es werden, wie in allen Landesunterkünften die höchsten Hygienevorschriften umgesetzt“, betonte sie. Die negativ und die positiv Getesteten würden getrennt untergebracht. Auch die Außenbereiche seien getrennt. Das Essen werde ausschließlich auf den Zimmern eingenommen. Um die Belegung zu reduzieren und mehr Platz zu schaffen, würden viele negativ getestete Bewohner in eine andere Unterkunft verlegt.

06.35 Uhr: Lockerungen jetzt auch im Kreis Coesfeld

Mit einer Woche Verspätung werden auch im Kreis Coesfeld die Corona-Kontaktbeschränkungen gelockert. So dürfen sich Angehörige aus zwei Haushalten auch dort wieder treffen. Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen im Innen- und Außenbereich öffnen. Die verzögerten Lockerungen sind wegen hoher Neuinfektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb verschoben worden.

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Foto: imago images / ZUMA Wire

(DER WESTEN mit dpa)