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Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler.(Bild: APA/FRANZ NEUMAYR/LEO)
90 Aufführungen

Salzburger Festspiele finden im August statt

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Die Salzburger Festspiele werden im 100. Jahr ihres Bestehens in gestutzter Form stattfinden. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie wird das Festival auf 1. bis 30. August verkürzt. Statt 200 Vorstellungen an 44 Tagen an 16 Spielstätten wird es etwa 90 Vorstellungen auf höchstens sechs Spielstätten geben. 

Das Direktorium mit Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser und dem kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz hat dem Kuratorium in der Sitzung am Montag ein Konzept für ein verkleinertes Sommerfestival vorgelegt, das auch beschlossen wurde. Alle Produktionen des Jubiläumsprogramms, die 2020 nicht zur Aufführung kommen, sollen 2021 gezeigt werden.

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Der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Intendant Markus Hinterhäuser(v.l.)(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Das genaue Programm wird der Intendant voraussichtlich Ende kommender Woche vorstellen. „Bleiben Sie neugierig. Sie können sich auf Festspiele freuen, die anders sein werden als die, die wir im Herbst präsentiert haben“, sagte Hinterhäuser am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch nach der Sitzung des Festspiel-Kuratoriums. Statt 200 Vorstellungen an 44 Tagen werden es nun rund 90 Aufführungen an 30 Tagen geben, statt 235.000 Karten nur rund 70.000, und die Zahl der Spielstätten wird von 16 auf maximal sechs reduziert, wobei die drei Festspielhäuser das Epizentrum bilden werden.

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Programmhefte „100 Jahre Salzburger Festspiele“(Bild: APA/BARBARA GINDL)

„Jedermann“ ist dabei
Neben Oper und Schauspiel wird es laut Hinterhäuser also auch Orchester-, Solisten- und Kammerkonzerte geben, auch auf die neue Musik werde nicht verzichtet, „und dazu die eine oder andere reflektive Veranstaltung, in denen wir auf das Jubiläum eingehen werden.“ Nicht fehlen wird natürlich der „Jedermann“, mit dem die Festspiele vor 100 Jahren begonnen haben. Und Hinterhäuser kündigte schon an, dass „so gut wie alle großen Produktionen von heuer auf das nächste Jahr verschoben werden“, also das Jubiläumsprogramm auf 2021 verlegt wird.

Den Auftakt wird die Eröffnung der Landesausstellung „Großes Welttheater - 100 Jahre Festspiele“ am 26. Juli bilden, das eigentliche Festival beginnt dann am 1. August. Der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz sagte, die Festspiele hätten ein Covid-Präventionskonzept erstellt, das für die nötige Sicherheit der Zuschauer, der Mitwirkenden und der übrigen Mitarbeiter sorgen solle und die heute in Grundzügen vorgestellte Verordnung des Bundes wahrscheinlich teilweise übererfüllen werde. So wird es ein Programm geben, das ohne Pausen auskommt, weil die Publikumsführung in dieser Phase am schwierigsten sei.

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Ein Plakat mit der Aufschrift „Ihr Salzburger Festspielsitz. Nehmen sie Platz...“(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Enorme Arbeit wartet auf die Mitarbeiter des Kartenbüros: Über 180.000 Tickets für heuer sind bereits vor dem Corona-Shutdown über den Tresen gewandert, die nun ausnahmslos rückabgewickelt werden, wobei die Kunden entscheiden können, ob sie das Geld zurück haben oder eine Gutschrift für Karten erhalten wollen. Anders sei dies nicht machbar gewesen, begründete Präsidentin Helga Rabl-Stadler. Beim Verkauf der neuen Karten kommen diese Kunden zuerst zum Zug.

Budget wird auf 38 bis 40 Millionen Euro zusammengestutzt
Das Budget für heuer, das mit 68,8 Mio. Euro (inkl. Sonderdotation für das Jubiläum) so üppig wie noch nie ausgefallen ist, wird nun auf 38 bis 40 Millionen Euro zusammengestutzt, wobei die Subventionen von Bund, Land, Stadt und Tourismusförderungsfonds mit 18,8 Mio. Euro unverändert bleiben. Und Rabl-Stadler hofft, auch die Sponsoren bei der Stange halten zu können.

„Wir wollen nicht nur kulturell ein Zeichen setzen, sondern auch einen wirtschaftlichen Impuls“, betonte Kuratoriumsvorsitzender Hans Scharfetter. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sprach von einem Signal zuallererst an die Künstler: „Es gibt wieder Möglichkeiten aufzutreten.“ Und es sei auch ein Signal für die Betriebe und die Hotellerie in der Stadt, die von der Krise ungleich schwerer getroffen worden sei als die Ferienhotellerie. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) sprach von einem Zeichen, „das die Stadt braucht, wie einen Bissen Brot.“