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Ein modernisierter Elektrotriebwagen vom Typ ET425 der S-Bahn Mittelelbe im Hauptbahnhof in Magdeburg Foto: dpa
Polizei sucht Zeugen

S-Bahn prallt gegen Einkaufswagen auf Gleis

Schönebeck/Magdeburg - Ein Dummejungenstreich mit kriminellem Hintergrund hat in der Nacht zu Montag für eine kurzzeitige Unterbrechung des Bahnverkehrs auf der Strecke Magdeburg-Leipzig in Schönebeck (Salzlandkreis) gesorgt. Eine S-Bahn war kurz nach 2 Uhr morgens auf einem im Gleis liegenden Einkaufswagen geprallt.

Der Lokführer sei bei dem Zusammenprall unverletzt geblieben, er habe den Zug gestoppt und untersucht, wobei keine Schäden gefunden wurden. Zehn Minuten später habe die S-Bahn weiterfahren können. Der zerstörte Einkaufswagen sei neben dem Gleis gefunden worden.

Nach Angaben der Bundespolizei hatte rund eine Viertelstunde vorher ein Regionalexpress das Gleis ohne Behinderungen befahren.

In Marienborn wurden Fernseher, Schrank und ein Elektroherd auf Gleise gelegt

Dass es noch schlimmer geht, belegen jüngste Meldungen aus Marienborn im Kreis Börde: Nachdem Kriminelle Mitte Mai an zwei Stellen einen Stuhl, eine Mikrowelle, einen kleinen Schrank sowie zwei Fernseher ins Gleis gelegt hatten, meldete ein Lokführer am Sonntagabend einen Elektroherd auf einem Nachbargleis. Daraufhin wurde die Strecke gesperrt und nachfolgende Züge umgeleitet. Bundespolizisten trugen den Herd vom Gleis, sodass es zu keinem Zusammenprall kam.

Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg ermittelt nach dem Zusammenprall in Schönebeck wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht Zeugen, die zwischen 1.48 und 2.30 Uhr Menschen oder Fahrzeuge an den Bahngleisen in Schönebeck gesehen haben.

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Magdeburg (Telefon 0391 / 56549 555), die Bundespolizei-Hotline (Telefon 0800 / 6 888 000) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.  (mz/wsl)