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Unter Druck: der DFB in der Corona-Krise.© dpa / Arne Dedert

DFB-Bundestag im News-Ticker: Geht das polarisierende Schauspiel zur 3. Liga in die nächste Runde?

Streit mit den Landesverbänden

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Der Deutsche Fußball-Bund kommt zu einem virtuellen Bundestag zusammen. Entscheidungen zur 3. Liga werden erwartet.

München/Frankfurt - Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München* hatte den Deutschen Fußball-Bund mit Blick auf die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga kürzlich gehörig unter Druck gesetzt. 

Denn: Während die Bundesliga* und die DFL Fakten schafften, herrschte unter dem Dach des Verbands lange Chaos und Unsicherheit. An diesem Montag (13.30 Uhr) kommt der DFB nun zu einem virtuellen Bundestag zusammen.

Der DFB berät über die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga

Auf der Agenda: besagte Dritte Liga und die Frauen-Bundesliga. Zur 3. Liga*, in der mitten und wegen der Coronavirus-Pandemie* kräftig gestritten wird, gibt es mehrere Anträge: Der Drittliga-Ausschuss will die Wiederaufnahme des seit Mitte März ausgesetzten Spielbetriebs beschließen lassen. 

Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern dagegen einen Abbruch der Saison 2019/20, in der es dann keine sportlichen Absteiger und drei Aufsteiger in die 2. Bundesliga geben soll. Das Saarland präferiert dagegen die Schaffung einer zweigleisigen 3. Liga zur nächsten Saison mit insgesamt 36 Teams.

3. Liga: TSV 1860, FC Bayern II und Haching wollen Fortsetzung

Einzelinteressen treffen in dieser Gemengelage aufeinander, Egoismus überwiegt in der Debatte. So würden beispielsweise aus dem Saarland mit dem FC Homburg und dem SV Elversberg bei einer zweigleisigen 3. Liga zwei weitere Klubs aus dem Bundesland neben dem voraussichtlichen Meister der Regionalliga Südwest, dem 1. FC Saarbrücken, in der dritthöchsten Spielklasse vertreten sein.

Der Antrag hat jedoch wenig Aussichten auf Erfolg. Aus dem Osten der Republik sind dagegen - Stand 25. Mai - der Chemnitzer FC, der Hallesche FC, der FSV Zwickau und Carl Zeiss Jena in akuter Abstiegsgefahr. 

Unter anderem die fünf Klubs aus Bayern - der TSV 1860, der FC Bayern II, der FC Ingolstadt, die SpVgg Unterhaching und die Würzburger Kickers - wollen dagegen eine Fortsetzung der Saison, die ab dem Pfingstwochenende weitergehen soll. So der Plan.

DFB: Entscheidungsbefugnis für den Vorstand in der Corona-Krise?

In der Frauen-Bundesliga gilt der Beschluss, die Spielzeit 2019/20 ab dem kommenden Freitag fortzuführen, dagegen als Formsache. Die Mehrheit der Vereine hatte sich im Vorfeld klar dafür ausgesprochen.

Der dritte Ordnungspunkt auf dem DFB-Bundestag sind Ausnahmeregeln für den Vorstand. Demnach soll das Führungsgremium ermächtigt werden, alle relevanten Fragen im Zuge der Corona-Krise regeln zu können, die normalerweise dem DFB-Bundestag obliegen.

Der Vorstand hätte in diesem Fall sogar die Möglichkeit, über Auf- und Abstieg im Falle eines Saisonabbruchs zu entscheiden.

pm mit Material der dpa

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