Effenberg über seine acht Monate beim KFC Uerdingen

Stefan Effenberg fühlt sich und seine kurze Amtszeit als Manager beim Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen ungerecht beurteilt. "In der Bewertung vieler Medien kommt mir der eigentlich wichtigste Aspekt zu kurz: der sportliche", schrieb der ehemalige Nationalspieler in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal "t-online.de".

Effenberg war im vergangenen Oktober in Uerdingen vorgestellt worden, hatte den Klub auf eigenen Wunsch in der vergangenen Woche nach weniger als acht Monaten aber wieder verlassen. Der 51-Jährige sollte Geschäftsführer Nikolas Weinhart und Geldgeber Mikhail Ponomarev in den sportlichen Entscheidungsprozessen zur Seite stehen.

"Als ich bei Uerdingen angefangen habe, lag der Verein mit 13 Punkten auf Platz 16. Verlassen habe ich ihn mit 39 Punkten und damit fünf Zähler hinter den Aufstiegsrängen", argumentierte Effenberg nun. "Mich haben einige Spieler im Nachhinein angerufen und sich bedankt. Das war für mich total positiv und deshalb kein Grund, diese Station als Fehler abzutun. Ich ziehe ein positives Fazit, auch wenn das Engagement nur über acht Monate ging."

Bis zu seinem Abschied hatte Effenberg jedoch an Einfluss bei den Krefeldern verloren. Mitgrund dafür soll ein von Effenberg organisiertes Trainingslager in der Toskana gewesen sein, das der KFC in der Winterpause kurz nach seiner Anreise wegen schlechter Bedingungen wieder verlassen musste. An der Verpflichtung des derzeitigen Trainers Stefan Krämer soll Effenberg nicht mehr beteiligt gewesen sein.