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Bild: rbb/Jenny Barke
Berliner Freibäder öffnen

Das sind die neuen Regeln beim Baden

Video: rbb|24 | 25.05.2020 | Grit Lieder

Wer sich bei den aktuellen Temperaturen traut, kann in Berlin seit Montag wieder ins Freibad gehen - zumindest einige haben nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Allerdings müssen Badegäste neue Regeln beachten.  

Nach der Corona-Zwangspause haben einige Berliner Bäder seit Montag wieder geöffnet: die Sommerbäder in Wilmersdorf, im Olympiastadion und in Spandau-Süd sowie das Strandbad Wannsee der Berliner Bäderbetriebe.

In der kommenden Woche folgen zwei weitere Sommer- und Freibäder, deren Namen Bäderchef Johannes Kleinsorg am Montag dem rbb aber noch nicht verraten wollte. "Hier laufen noch die Genehmigungsverfahren", so Kleinsorg im Inforadio. Im Wochenrhythmus würden dann weitere Berliner Freibäder öffnen, so dass fast alle bis zu den Sommerferien Ende Juni besuchbar seien, sagte Kleinsorg.

Schon an diesem Montag öffnen auch die privaten Strandbäder Lübars und Friedrichshagen, am Dienstag folgt Jungfernheide. Im Gegensatz zu den privaten Betreibern haben die Berliner Bäderbetriebe strengere Regeln für die Badegäste erlassen.

Eintritt nur mit Online-Ticket

Vor dem Besuch müssen Badegäste ein Online-Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster buchen. Die Karten kosten einheitlich 3,80 Euro pro Besuch. Um Infektionen nachverfolgen zu können, werden Besucher um Name und Telefonnummer gebeten. Die Kassen der Bäder sind geschlossen. "Die Online-Tickets können per Smartphone oder auch ausgedruckt mitgebracht werden", erklärte der Chef der Berliner Bäderbetriebe.

Unterschiedliche Zeitfenster

Die Zeitfenster sind von Bad zu Bad unterschiedlich, in der Regel sind sie jedoch mehrere Stunden lang. Die Badezeit endet 30 Minuten vor dem Ende des gebuchten Zeitfensters. Am Ende des Zeitfensters müssen die Besucher das Bad verlassen. Die Bäder schließen dann eine Stunde lang zur Reinigung und Desinfektion und öffnen anschließend für das nächste Zeitfenster.

Duschen zu - Toiletten geöffnet

Von einigen Ausnahmen wie zum Beispiel in Wilmersdorf abgesehen, bleiben Innenduschen und Umkleiden erst einmal geschlossen. Die Kaltduschen unter freiem Himmel dürfen genutzt werden - allerdings ohne die Verwendung von Seife und Shampoo. Außerdem sollen Badegäste einen Abstand von fünf Metern einhalten. Die Toilettengänge sind geöffnet – Badegäste sollen aber auch hier auf ausreichend Abstand achten.

Bäderchef Kleinsorg betonte im Inforadio, für die Hygiene und Desinfektion der WC-Anlagen seien zusätzliche Reinigungskräfte im Einsatz.  

Keine Spielereien

Zum Spielen und Toben sind die Bäder derzeit noch nicht wieder da: Spielplätze, Wasserrutschen und Sprungtürme bleiben geschlossen.

Plätze im Becken beschränkt

Nicht nur die Anzahl der Gäste auf dem Gelände ist beschränkt – es darf auch nur eine bestimmte Zahl von Badenden gleichzeitig im Wasser sein. Wenn das Becken zu voll ist, müssen Badegäste warten, bis ein Platz frei wird.

Konkret bedeutet das: "In großen Becken mit 50 Meter-Bahnen dürfen maximal 56 Personen gleichzeitig schwimmen - mit Abstand und im Kreis, wie auf einer Schwimmautobahn", erklärte Kleinsorg. Außerhalb des Beckens dürften sich dann nochmals 56 Personen aufhalten. "Jetzt zu Beginn haben wir das so geregelt, dass die eine Hälfte im Becken sein kann, die andere außerhalb", so der Bäderchef. Heißt: In Freibädern mit 50 Meter-Bahnen dürfen pro Zeitfenster lediglich 112 Personen eingelassen werden.   

Sonnenbaden nur auf der Wiese

Rund um die Schwimmbecken ist in den meisten Sommerbädern das Sonnenbaden nicht gestattet. Die Liegewiesen sind jedoch geöffnet. Hier soll dann ein Mindestabstand von fünf Metern eingehalten werden. 

Das Wetter lädt zumindest am Eröffnungstag nicht zum Sonnenbaden ein: Viele Wolken, einige Schauer und Höchsttemperaturen von etwa 15 Grad sind angesagt. Am Dienstag soll es dann aber freundlicher und auch wärmer werden.