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Die ersten Grundstücke für Gewerbe können schon bald am Dattenfelder Pappelweg erschlossen werden.Foto: Propach
Chance fürs Windecker Gewerbe

Neues Gebiet in Dattenfeld in Aussicht

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Windeck - Seit mehr als einem Jahrzehnt wird im Windecker Rathaus an den Plänen für das Gewerbegebiet Leuscheid gearbeitet. Bislang ohne sichtbares Ergebnis. Grundstücke für die heimische Wirtschaft aber sind seit vielen Jahren rar. Jetzt zeichnet sich ab, dass innerhalb weniger Monate drei Hektar Gewerbeflächen erschlossen werden könnten – allerdings in Dattenfeld.

Die Erkenntnis sei bei den Gesprächen rund um den Landesentwicklungsplan gekommen, berichtete Thomas Becher, seit 2019 Beigeordneter, im Gemeinderat. Das Land billige der Gemeinde Windeck jetzt elf Hektar neue Gewerbeflächen zu. Die acht, die in Leuscheid geplant waren, seien abgezogen, blieben also die drei Hektar.

Preislich im Rahmen

Im Nordosten Dattenfelds sind seit Jahren sechs Hektar Fläche in einem Bebauungsplan für Gewerbe vorgesehen. Auf sie sollte ursprünglich zugunsten des neuen Areals bei Leuscheid verzichtet werden. Nach den neuen Aussagen von Seiten des Landes müsste die Gemeinde in Dattenfeld jedoch nur auf drei Hektar verzichten und könnte die drei verbleibenden für heimische Firmen herrichten.

Er sei zuversichtlich, dass das zügig zu machen sei, gab sich Thomas Becher im Gemeinderat optimistisch. Auch preislich werde das Projekt im Rahmen bleiben. Da es den Bebauungsplan gebe, könnten die Grundstücke entlang des Pappelweges als erste erschlossen werden, danach könnte der Weg in den östlichen Teil des Gebietes in Angriff genommen werden, das an ein bestehendes älteres Gewerbegebiet anschließt.

Eine Frage der Kosten

Ob das Gewerbegebiet Leuscheid realisiert wird, ist am Ende eine Frage der Kosten. Jahrelang dümpelte das Projekt im Rathaus vor sich hin. Nachfragen aus dem Rat liefen ins Leere. Bürgermeisterin Alexandra Gauß von den Grünen hatte schon vor ihrer Wahl 2018 erklärt, das Thema werde weiterhin verfolgt, auch wenn ihre Partei es stets abgelehnt habe. Schließlich gebe es einen rechtskräftigen Ratsbeschluss.

Inzwischen ist deutlich geworden, dass die Kosten für den Ausgleich der Eingriffe in die Natur das Gewerbegebiet erheblich verteuern und damit unrentabel machen könnten. Derzeit werde geprüft, ob die Gemeinde den Ausgleich auch preiswerter hinbekomme, erklärte Thomes Becher im Gemeinderat. Spätestens bis zum Frühjahr 2021 liege ein Ergebnis vor. Dann sei auch klar, ob das Gewerbegebiet zu einem marktgerechten Preis erschlossen werde kann.