Corona: Twint will die Gunst der Stunde nutzen

Die Bezahl-App der Schweizer Banken hat in der laufenden Corona-Pandemie massiv Kunden hinzugewonnen. Nun will Twint den Schub nutzen und organisiert die Führung neu, wie finews.ch erfahren hat.

Bargeldloses Bezahlen erfährt durch die Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus über Münzen und Banknoten einen regelrechten Boom. Auch wenn es keinen Beleg gibt, dass Bargeld Corona-Viren überträgt, haben Hunderttausende Schweizer in den vergangenen Monaten die Twint-App heruntergeladen.

Wie finews.ch aus Twint-Kreisen erfahren hat, haben sich wöchentlich über 45'000 neue Nutzer registriert. Die Anzahl Transaktionen steigerte sich seit Anfang dieses Jahres um 50 Prozent. In den letzten Wochen integrierte Twint über 11'000 neue Händler. Die Marke der Twint-Nutzer liegt nun bei 2,5 Millionen.

Wachstumserwartungen übertroffen

Die Corona-Pandemie hat der Schweizer Bezahl-App, die zuletzt wegen Querelen mit führenden E-Commerce-Anbietern einen Rückschlag erleiden musste, zu einem über Erwarten schnelleren Wachstum verholfen. Die Geschäftsleitung um CEO Markus Kilb hat nun beschlossen, dieses Wachstum nochmals zu beschleunigen.

Dafür schafft die Gemeinschafts-App der Schweizer Banken nun die entsprechenden Strukturen – auch in der Geschäftsleitung.

Dreiköpfige Geschäftsleitung

Weiteren Informationen zufolge besteht die neue Geschäftsleitung von Twint nur noch aus CEO Kilb sowie einem Kunden-Verantwortlichen (Chief Customer Officer CCO) und einem IT-Chef (CIO). CCO wird Anton Stadelmann, der bislang als Finanzchef amtete. Paul Kreis bleibt CIO. Er wird für den technischen Betrieb der Twint-App verantwortlich sein sowie für die Weiterentwicklung der Produktion. CCO Stadelmann hat alle kunden- und produktbezogenen Funktionen unter sich.

In der Folge bildet Twint eine erweiterte Geschäftsleitung. Dazu gehören Service-Chef (CSO) Adrian Plattner sowie Produkteleiter (CPO) René Hägeli, wozu einige Funktionen durch die interne Beförderung aufgewertet werden sollen. Twint bleibt bei seinem früh formulierten Ziel, der neue Zahlungsstandard der Schweiz zu werden. Neu wurde das Ziel herausgegeben, das Niveau der heutigen Debitkarten-Nutzung zu erreichen.

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