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Das Betreuungszentrum in der Messe(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Nach Fall in Asylheim

Wiener Corona-Notquartier wieder so gut wie leer

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Anfang Mai mussten plötzlich 270 Personen aus einem Wiener Asylheim in die Messe übersiedeln. Heute herrscht in den Hallen wieder Leere.

Nur 16 Fälle waren zum Wochenende in dem Betreuungszentrum untergebracht, das für den Notfall von der Stadt Wien eingerichtet worden war. „Jetzt sind wir wieder im Stand-by-Modus“, so Chefärztin Susanne Drapalik.

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Die plötzliche Übersiedlung von 270 Menschen aus der Asylunterkunft „Haus Erdberg“ war eine Herausforderung. „Personal, Essen, Verständigung“, zählt Drapalik auf.

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Nach der Massen-Infektion von 26 Bewohnern und Betreuern in einem Flüchtlingsheim in Wien-Erdberg wurde das Gebäude chemisch gereinigt. Alle Patienten haben einen milden Verlauf.(Bild: PID/David Bohmann)

„Virus hält sich an keine Regel“
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten konnte die Messe aber eine größere Ausbreitung bremsen. In der Flüchtlingsunterkunft wäre eine Isolation platzbedingt nicht möglich gewesen. In der Messe dagegen ist der Raum für die Quarantäne da. Die Personen sind alle längst wieder im Haus Erdberg. Die Messe bleibt gerüstet. „Denn das Virus verhält sich so unterschiedlich bei den Patienten, es hält sich an keine Regel“, so Drapaliks Fazit.

Maida Dedagic, Kronen Zeitung