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---/KDF-TV & Picture 2020/dpa Polizisten führen einen jungen Mann ab. Mit Dachlatten haben am Freitagabend mehrere Dutzend Tatverdächtige ein türkisches Café in Essen angegriffen.

Mit Dachlatten bewaffnet: Tumult in Essen: Mehr als 70 Männer verwüsten Café - Rädelsführer auf freiem Fuß

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Großer Tumult am Freitagabend rund um ein türkisches Café in Essen: Mit Dachlatten bewaffnet soll dort eine größere Gruppe Möbel und Inventar zertrümmert haben. Was dahinter steckt, ist noch unklar. Die Ermittlungen gestalten sich zäh.

Mit Dachlatten haben am Freitagabend mehrere Dutzend Tatverdächtige ein türkisches Café in Essen demoliert. Die Angreifer verwüsteten nach Polizeiangaben das Lokal und zertrümmerten Teile des Inventars. Verletzt wurde niemand. Die Hintergründe der Attacke, die am Freitagabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst hatte, waren auch am Sonntag noch unklar, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittlungen verliefen bislang zäh - auch weil die Beteiligten sich nicht zum Geschehen äußern wollten.

Anwohner hatten demnach eine große Gruppe gemeldet, die sich zielstrebig durch den Stadtteil Frohnhausen bewegte. "Man hat eine Schlägerei befürchtet und dann festgestellt, dass das Café offenbar das Ziel der Attacke war", sagte der Polizeisprecher.

Der Rädelsführer schweigt

Einige Streifenwagen trafen ein, als die Angreifer gerade das Geschäft demolierten. Die Tatverdächtigen flüchteten daraufhin in Kleingruppen in die umliegenden Straßen. Sehr schnell sei eine große Zahl Einsatzkräfte auch aus umliegenden Städten vor Ort gewesen. "Vielleicht wäre sonst noch mehr passiert", so der Polizeisprecher. Auch mit Hunden und einem Polizeihubschrauber fahndete die Polizei nach den Tatbeteiligten. Von mehr als 70 Menschen seien die Personalien festgestellt worden. Sie sollen nun nach und nach zur Vernehmung geladen werden. Welche Rolle sie jeweils bei dem Angriff gespielt haben könnten, müssten weitere Ermittlungen zeigen.

Ein 32-Jähriger wurde festgenommen. Er sei vor Ort als eine Art Rädelsführer aufgetreten. Er habe zu den Vorwürfen bislang keine Angaben gemacht. Nach seiner Vernehmung kam er auf freien Fuß.

Bei einer großangelegten Razzia gegen kriminelle Clans hatte es im Januar 2019 nach Angaben eines Polizeisprechers auch dort eine Durchsuchung gegeben. Ob ein Zusammenhang bestehe, sei jedoch noch völlig offen. Ermittelt werde in alle Richtungen.

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