https://www.com-magazin.de/img/1/4/9/3/1/9/4/Bad-mood_w492_h312.jpg
Foto: Elnur / shutterstock.com

Digitalbranche sieht schwarz für die Zukunft

by

In der Digitalbranche hat sich die Stimmung weiter eingetrübt. Dennoch sei die Stimmung in den Unternehmen aktuell positiver als in der Gesamtwirtschaft, so der Bitkom-Präsident Achim Berg.

https://www.com-magazin.de/img/1/4/9/3/1/9/4/Bitkom-IFO-Digitalindex-April-2020_w282_h159.jpg
Die Digitalbranche blickt eher pessimistisch in die Zukunft.

Unter dem Eindruck der Corona-Krise fiel der Index für die Geschäftslage um 20,1 Zähler auf 0,9 Punkte. Der Index der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate ging um 10,6 auf -36,3 Punkte zurück. Damit rutschte der Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartung berechnet, deutlich ins Minus.

"In der Corona-Krise bleibt die Stimmung in den Unternehmen der Digitalbranche zwar positiver als in der Gesamtwirtschaft, die Aussichten für die kommenden Monate haben sich aber stark eingetrübt", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Unter den massiven Beschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft sind es digitale Technologien, die das öffentliche und private Leben am Laufen halten. [...] Auch wenn die aktuellen Aussichten nicht wirklich rosig sind: Wir befinden uns durch Corona an einem Digital Turning Point. Die Welt dreht ins Digitale, dafür wird die Bitkom-Branche gebraucht und das wird sich demnächst auch in den Auftragsbüchern niederschlagen."

Auf dem Arbeitsmarkt gehen die Digitalunternehmen inzwischen mehrheitlich von einer negativen Entwicklung aus. Die Beschäftigungserwartungen für die kommenden drei Monate sind erstmals seit Juli 2009 negativ. Der Index fiel um 14,6 auf -2,3 Punkte. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen einen Beschäftigungsabbau erwartet. Die fehlende Nachfrage (39,9 Punkte, +17,5) hat den Fachkräftemangel (13,3 Punkte, -27,5) als größtes Geschäftshemmnis abgelöst - zum ersten Mal seit 2015. Berg: "Immerhin: Jedes zehnte Digitalunternehmen sucht selbst in der Corona-Krise neue Mitarbeiter."

Verwandte Themen