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(Bild: Christof Birbaumer)
3450 Aufgriffe

Flüchtlingszahlen in Tirol weiterhin im Sinkflug

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Zum dritten Mal in Folge gab es im Vorjahr in Tirol einen Rückgang bei den Flüchtlings-Aufgriffen. Alles in allem landeten 3450 Migranten in den Fängen der Polizei. Bei acht von zehn handelte es sich um Männer, „Top“-Nation war Nigeria. Nur 339 Personen stellten einen Asylantrag.

Jahrelang zeigte die Kurve steil nach oben, ehe 2016 die Aufgriffszahl mit fast 12.000 den absoluten Höhepunkt erreichte. Im Moment bewege man sich in etwa auf dem Niveau der Jahre 2012 und 2013. Tirols Landespolizeidirektor Edelbert Kohler führt diesen Trend auf ein „Bündel von Maßnahmen“ zurück. Einerseits meint er damit den erhöhten Kontrolldruck entlang der Brennerroute, andererseits die Anstrengungen Italiens – und Libyens, wo die Küstenwache „verstärkt patrouilliert“. Letzteres macht sich vor allem bei den Anlandungen in Süditalien bemerkbar. „Während es 2016 noch 181.425 waren, wurden im Vorjahr nur noch 11.487 verzeichnet“, erklärt Kohler.

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(Bild: Christof Birbaumer)

Die Tirol-Bilanz für das abgelaufene Jahr im Detail:

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(Bild: Krone Grafik)

Syrer bei Asylanträgen nach wie vor auf Platz 1

Die Liste der Länder, aus denen die ertappten Flüchtlinge stammen, umfasst um die 90 Nationen. Rang eins nimmt – wie bereits 2018 – Nigeria ein (426 Personen). Auf den Plätzen dahinter folgen Marokko, Albanien, Pakistan und Afghanistan.