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Schilder mit der Aufschrift "Notaufnahme" und "Notaufnahme Kinder" sind vor dem Haupteingang des Klinikums Schwabing zu sehen | Bildquelle: dpa

Weiterer Coronavirus-Fall in Bayern

Epidemie

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In Bayern hat sich ein weiterer Mensch mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Auch er ist ein Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto. Weitere Testergebnisse stehen noch aus.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen weiteren Coronavirus-Fall bestätigt. Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Der fünfte nun bestätigte Patient wohnt demnach im Landkreis Traunstein.

Wegen des Coronavirus' rief das bayerische Gesundheitsministerium alle Krankenhäuser im Freistaat auf, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen und Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten. 110 Kontaktpersonen aus der Firma werden dieser Tage auf das neuartige Virus getestet.

Bis Donnerstagabend lagen bis auf die fünf nun bestätigten Fälle keine weiteren positiven Ergebnisse vor. Neue Testergebnisse wurden voraussichtlich für Freitag erwartet.

Deutsche kommen in Germersheim in Quarantäne

Das neuartige Virus 2019-nCoV breitet sich seit einigen Wochen rasant von der chinesischen Millionenmetropole Wuhan aus. Dort halten sich noch rund 90 Deutsche auf. Die Bundesregierung will sie am Samstag ausfliegen lassen. Bislang liegt nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa allerdings keine Genehmigung der chinesischen Behörden vor.

Die betroffenen Deutschen in China könnten freiwillig entscheiden, ob sie sich ausfliegen lassen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Eine zentrale Unterbringung sei wichtig, um mögliche Ansteckungen in der Inkubationszeit zu vermeiden. Wer sich dafür entscheide, komme zwei Wochen lang in Quarantäne in eine Kaserne nach Germersheim (Südpfalz), bestätigte Gesundheitsstaatssekretär Thomas Gebhart dem ARD-Hauptstadtstudio.

Die Kosten für die Ausreise trägt zum Großteil der Bund, die betroffenen Deutschen müssen einen Teil aber selbst tragen. Die Höhe des Eigenanteils stehe noch nicht fest, werde sich aber an den Kosten für ein normales Economy-Flugticket orientieren, zitierte die Nachrichtenagentur dpa aus einem Schreiben des Auswärtigen Amtes an die potenziellen Ausreisenden.