Dieses Rahmenprogramm begleitet die Hopper-Ausstellung in der Fondation Beyeler

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Am Sonntag hat die Fondation Beyeler seine Edward-Hopper-Ausstellung eröffnet. Begleitet wird diese durch Vorträge – und einen Talk mit Regisseur Wim Wenders.

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„Lighthouse Hill“ von Edward Hopper. Foto: Dallas Museum of Art, Photo by Brad Flowers

Edward Hopper (1882–1967) ist einer der bedeutendsten amerikanischen Maler. Zahlreiche seiner weltberühmten Bilder, die für gewöhnlich nur in den USA zu bewundern sind, werden derzeit in der Fondation Beyeler in Riehen präsentiert. Unter den über 60 Gemälden und Aquarellen aus Museen und Privatsammlungen finden sich ikonische Meisterwerke ebenso wie großartige Entdeckungen.

Erstmals rücken dabei faszinierende Landschaftsbilder in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Als weiteres Höhepunkt wird in einem Ausstellungsraum der 3D-Kurzfilm "Two or Three Things I Know about Edward Hopper" des Regisseurs und Fotografen Wim Wenders (Paris, Texas; Der Himmel über Berlin; Don’t Come Knocking) gezeigt. Die von Edward Hoppers "American Spirit" angeregten Aufnahmen sind in spektakulärer 3D-Projektion zu sehen.

Am Dienstag, 11. Februar, 18.30 Uhr, kommt Wim Wenders zu einem Talk in die Fondation Beyeler. Christian Jungen, künstlerischer Leiter des Zürchers Filmfestivals, spricht mit dem renommierten Vertreter des deutschen Kinos der Gegenwart. Diese Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen.

Zu seinem Kurzfilm erklärt Wim Wenders: "Als mich die Einladung der Fondation Beyeler erreichte, einen Beitrag zu Hopper zu liefern, war ich sehr dankbar. Schon viele Ausstellungen habe ich in diesem traumhaften Museum gesehen, aber diese hier liegt mir besonders am Herzen. Ich hatte den großen amerikanischen Maler Edward Hopper für mich selbst als Inspiration entdeckt, in den 70er Jahren, als er in Europa noch so gut wie unbekannt war. Er hatte eine Affinität zum Film wie kaum ein anderer, sowohl in seinen Themen – wie der amerikanischen Landschaft oder der existentiellen Ausgesetztheit des Menschen im 20. Jahrhundert – als auch in seinem Licht oder seinen Kadrierungen. Außerdem ging Hopper selbst sehr häufig ins Kino, oft wochenlang jeden Tag, vor allem dann, wenn er nichts mehr zu malen wusste, wie ein Freund berichtete. Von diesem Kreislauf – ein Maler ist von Filmen beeindruckt, und hat Bilder gemalt, die ihrerseits Filmemacher beeinflusst haben – handelt meine 3D Installation Two or Three Things I Know about Edward Hopper. Ich wollte den Zuschauer in die Welt Hoppers eintauchen lassen, der zugleich ein Schöpfer ikonischer Bilder und auch Erzähler von Schicksalen und Geschichten ist.

Am Mittwoch, 11. März, spricht um 18.30 Uhr der Kunsthistoriker und Filmexperte David Lubin über Edward Hopper. Der Vortrag ist in Englisch.

Am Sonntag, 22. März, lädt die Fondation Beyeler in Zürich zur "Director’s Movie Night" und Talk mit Wim Wenders und Wes Anderson ein. Nach der Vorführung zweier Kurzfilme sind beide Regisseure im Gespräch mit Christian Junge.

Didier Ottinger, Konservator am Centre Pompidou und Kurator unzähliger internationaler Ausstellungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts, widmet sich in seinem Vortrag"Les Fantômes de Hopper" dem Spannungsfeld zwischen Realismus und Fantastischem in Edward Hoppers Werk. Die Veranstaltung kam in Zusammenarbeit mit der Alliance Française Basel und der Société d’Etudes Française Basel zustande.