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Zur Auftaktveranstaltung des Netzwerkes „Aschersleben leichter gesund 2020“ gab es schon mal gesunde Häppchen.Foto: Frank Gehrmann
Ballhaus, Kulturanstalt, Fitnessstudio

Wer macht mit bei Sport und gesunder Ernährung?

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Aschersleben - Gute Vorsätze gibt es genügend. Nicht nur zu Beginn eines neuen Jahres. Mehr Bewegung, abnehmen, gesünder essen, sich mehr Zeit für sich selbst nehmen. Im Alltag bleiben diese ganz persönlichen Vorhaben aber nicht selten auf der Strecke.

Warum eigentlich? Das haben sich auch die Initiatoren des Projektes „Aschersleben leichter gesund 2020“ gedacht. Die Initiatoren - das sind der Betreiber des Fitnessstudios „Gesundheitszentrum“, Steffen Fleischer, der Chef des E-Centers, Heiko Grunert, das Ascherslebener Ballhaus, die Aschersleber Kulturanstalt und der Sportverein Lok Aschersleben.

Viele Menschen sollen zu mehr Bewegung, Sport und gesunder Ernährung motiviert werden

Unter dem Dach eines Netzwerkes sollen geeignete und attraktive Angebote von verschiedensten Partnern geschaffen werden, welche möglichst viele Menschen zum Mitmachen bewegen sollen, heißt es auf der inzwischen eingerichteten Internetseite www.leichter-gesund.de.

Am Mittwochabend hatten die Organisatoren eine Reihe potenzieller Partner zu einer Auftaktveranstaltung in das Café des E-Centers eingeladen. Sie kamen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Unter ihnen Geschäftsleute, Firmeninhaber, Vertreter von Sportvereinen, der Kaufmanngilde, Wohnungsunternehmen und der Stadtverwaltung.

Sie sollen als Multiplikatoren dabei helfen, das Projekt bekannt, populär und attraktiv zu machen. Die Schirmherrschaft über das Vorhaben hat Oberbürgermeister und Präsident des Deutschen Handballbundes Andreas Michelmann übernommen.

Geschäftsleute, Firmeninhaber und Vertreter von Sportvereinen sollen das Projekt bekanntmachen

Im Kern geht es darum, möglichst viele Menschen zu mehr Bewegung, Sport und gesünderer Ernährung zu motivieren. Auch ohne sich in einem Verein zu organisieren oder Mitglied in einem Fitnessstudio werden zu müssen.

Dass es nicht ganz einfach ist, Menschen in Sachen mehr Bewegung hinter dem Ofen hervorzulocken, weiß Mitorganisator Heiko Grunert aus eigener Erfahrung. Als Weihnachtsgeschenk hatte man an die rund 100 Mitarbeiter des E-Centers Karten für ein Fitnessstudio verschenkt.

Gerade einmal fünf hätten das auch genutzt, gab er während der Auftaktveranstaltung zum Besten. Deshalb aufgeben, Menschen in Bewegung zu bringen, gelte aber nicht. Demnächst will Grunert regelmäßige und kostenlose Radtouren organisieren und mit möglichst vielen Gleichgesinnten und Jedermann in die Pedalen treten.

Heiko Grunert kündigt Radtouren an, Peter Dräger will zum Spazierengehen einladen

Und das war nur eine von zahlreichen Ideen, die am Dienstagabend von den Veranstaltungsteilnehmern auf den Tisch gepackt wurden. Eine andere steuerte Peter Dräger vom BMW-Autohaus Schubert Motors bei. Er könne sich vorstellen, im Gewerbegebiet Güstener Straße einen Walking-Treff einzurichten.

Und zwar jeweils mittags um 12 Uhr. So könnten die Mitarbeiter der dort ansässigen Firmen ihre Mittagspause in der Gemeinschaft und mit aktiver Bewegung verbringen.

Andere Vorschläge betrafen die Organisation von Lauf-, Wander-, Schwimm- und Tischtennis-Treffs. Und das Ballhaus will unter anderem 15 bis 30 minütige Indoor-Läufe in der Arena veranstalten, an denen jeder teilnehmen kann. Bestens geeignet im Winter und bei schlechtem Wetter.

Im Ballhaus sollen 15 bis 30-minütige Langläufe stattfinden

Sogar öffentliche Wiege-Treffs zur Unterstützung der Gewichtsreduzierung soll es geben. Genau wie Veranstaltungen zum Thema gesunde Ernährung. Und der Chef der Ascherslebener Wohnungsgenossenschaft Einigkeit, Marcel Osterburg, machte seinerseits das Angebot, in der Mieterzeitschrift über Termine und Angebote des Netzwerkes zu informieren.

Jede Idee und jede Initiative sei willkommen, um die Ascherslebener zu einer gesünderen Lebensweise zu animieren. „Wir wollen möglichst viele Angebote wie Mosaiksteine zusammensetzen“, erklärte Steffen Fleischer.

Über Vorschläge, Termine und aktuelle Entwicklungen des Netzwerke, könne sich jeder Bürger auf der Internetseite der Initiative www.leichter-gesund.de informieren. (mz)